Matthias Block
Offenbach-Rumpenheim
Landgraf-Friedrich-Str. 1
63075 Offenbach
Germany
Kunsttage Rumpenheim
Wenn sich am dritten Septemberwochenende der Offenbacher Stadtteil Rumpenheim erneut in eine große Ausstellungslandschaft verwandelt, feiern die Kunsttage Rumpenheim um den Verein Kunst.Ort.Rumpenheim e. V. ihre 24. Auflage. Am 19. und 20. September 2026 jeweils von 12:00 – 18:00 Uhr wird der malerische Stadtteil Rumpenheim erneut zum Künstlerdorf. Was vor fast 25 Jahren als Beteiligung einiger Kunstschaffender an den Offenbacher Kunstansichten begann, hat sich längst zu einem der bedeutendsten Kunstfestivals der Region entwickelt. Auch in diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm aus zeitgenössischer Kunst, Installationen, Skulpturen, Performances und offenen Ateliers. Künstlerinnen und Künstler aus der Rhein-Main-Region, aus ganz Deutschland sowie aus dem europäischen Ausland und Übersee kommen nach Rumpenheim, um ihre Arbeiten zu präsentieren.
Im Mittelpunkt der Kunsttage stehen erneut die Schlosskirche und Schlosspark. Im Kirchenraum werden Schirmherr Oberbürgermeister Felix Schwenke und Kulturamtsleiter Ralph Philipp Ziegler am Abend des 18. September die Veranstaltung eröffnen. Der diesjährige Preisträger des KUNST.PREIS DIANA zeigt etwas nie Dagewesenes: Mit seinem Klangkunstwerk wird er eine zusätzliche Dimension in den Kirchenraum bringen. Der Berliner Künstler Tobias Euler hat eine eigens für den Kirchenraum konzipierte interaktive Klanginstallation erdacht und gebaut, die Besucher überraschen wird. Der Preis, den der Verein Kunst.Ort.Rumpenheim seit 2020 vergibt, hat sich inzwischen als wichtige Auszeichnung für zeitgenössische Kunst etabliert und zieht Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Europa an. Das Preisgeld spendet seit Anbeginn die Familie Männche.
Der KUNST.PARK im historischen Schlosspark lockt in diesem Jahr mit mehr als dreißig künstlerischen Positionen. So viele Arbeiten wie nie zuvor. Die Besucherinnen und Besucher können auf ihrem Rundgang Kunst unter freiem Himmel erleben und dabei ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze entdecken – von großformatigen Installationen bis hin zu performativen Arbeiten und Skulpturen. Dabei können sie sich am Samstag und Sonntag jeweils um 14 Uhr einer Führung anschließen. Treffpunkt dafür ist die Diana-Statue am Parkeingang.
Herausragende bildhauerische Arbeiten warten in diesem Jahr im Monopteros, an der gegenüberliegenden Sandsteinsäule und im Türkischen Pavillon. Dagmar Vogt aus Düsseldorf geht mit ihrer „Helena“ der Frage nach der Bedeutung von Schönheit auf den Grund. Ivan Zubarev konzentriert sich auf Skulptur, räumliche Strukturen und experimentelle Materialprozesse. Er nutzt die Sandsteinsäule am Fuße des Aussichtshügel für die Ausstellung einer meisterhaft gearbeiteten Skulptur.
Mit einer übergroßen Zwille kann man sich in den Kunsttraum der großen Wiese schnipsen lassen, um dann durch einen großen Torbogen zu schreiten und die Zeit zu vergessen. Blumenlyrik spielt an einer Stahl-Annemone mit unseren Erinnerungen.
Im Türkischen Pavillon lädt Hagen Bonifer in seinen geheimnisvollen „Kokon“ ein. Im vorderen Baumsaal webt Irene Anton ihre „Invading Networks“, lässt Reta Reinl ihre
textilen Kunstwerke flattern. Mit Manocheher Seyed Mortazavi kann man Bäume erklimmen und sich im Blätterdach berauschen lassen. Der Vielfalt der Kunst sind in Rumpenheim keine Grenzen gesetzt.
Darüber hinaus öffnen die in Rumpenheim ansässigen Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers für die Öffentlichkeit. Weitere Ausstellungen sind in der Atelieretage des Kunst- und Kulturhauses in der Landgraf-Friedrich-Straße 1 sowie im Gemeindehaus in der Dornbergerstraße 23 zu sehen. Der gesamte Stadtteil wird damit für ein Wochenende selbst zu einem großen Ausstellungsraum.
Drei KUNST.PARK Preise in diesem Jahr
Neu ist in diesem Jahr die Vergabe von drei Kunst.Park-Preisen. Eine Fachjury wird aus den im Schlosspark präsentierten Arbeiten drei Positionen auswählen und auszeichnen. Die Preisverleihung findet am Samstagabend im Gemeindehaus statt. Stifter sind Dr. H. Mühl und der Kunst.Ort.Rumpenheim e. V. Neben den Ausstellungen setzen die Kunsttage weiterhin auf den direkten Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum. Viele der Künstlerinnen und Künstler werden während des Wochenendes persönlich vor Ort sein und Einblicke in ihre Arbeiten geben.
Die Kunsttage stehen zugleich für die kontinuierliche Entwicklung des Kunst.Ort.Rumpenheim e. V. Über das Festival hinaus engagiert sich der Verein seit Jahren für kulturelle Projekte im Stadtteil und in der Region. Dazu zählen die inzwischen über Rumpenheim hinaus bekannten Hauswandpoesien, die mit ihren künstlerischen Textinterventionen zum Nachdenken über gesellschaftliche Werte, Demokratie, Respekt und Toleranz anregen.
Für Offenbach und insbesondere für Rumpenheim sind die Kunsttage längst zu einem wichtigen kulturellen Ereignis geworden. Jahr für Jahr ziehen sie zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Rhein-Main-Region an und machen den Stadtteil am Mainbogen zu einem Ort der Begegnung zwischen Kunst, Kultur und Öffentlichkeit. Bei den Rumpenheimer Kunsttagen kommen alle, die Kunst lieben auf ihre Kosten und erleben Kunst in allen Facetten.