Aus einem dunklen, anatomischen Herzen wächst ein Hund in leuchtendem Pink. In Cor ex Tenebris („Herz aus der Dunkelheit“) erzähle ich von Verwandlung und von der Kraft, sich aus dem zu lösen, was einen lange festgehalten hat. Unter UV-Licht leuchtet die Farbe auf und macht diese Verwandlung sichtbar.
Bei Cor ex Tenebris habe ich an den Moment gedacht, in dem sich ein Schmetterling aus seiner Hülle löst. Dieses Bild wollte ich in meine eigene Form übersetzen: Aus einem dunklen, anatomischen Herzen wächst ein Hund in kräftigem Pink. Für mich steht er für bedingungslose Liebe und Treue. Dass er direkt aus dem Herzen hervorgeht, gehört für mich zur Idee des Werks: Die Seele kann sich aus dem lösen, was sie festhält, und dabei etwas von sich bewahren.
Für die Oberfläche habe ich mit vielen verschiedenen Pigmenten und Effektfarben gearbeitet. Am Sockel habe ich Pigmente verwendet, die ihre Patina erst nach und nach entwickeln. So entsteht das Farbspiel aus Rostbraun und Türkis. Darüber ziehen sich goldene Wurzeln vom Sockel bis über das Herz. Sie verbinden den dunklen unteren Teil mit dem leuchtenden oberen und erinnern mich daran, dass auch das, was hinter uns liegt, zu unserer Verwandlung gehört.
Unter UV-Licht fluoreszieren die bemalten Partien. Der Kontrast zur dunklen Patina wird stärker, und der Hund scheint sich noch deutlicher aus dem Herzen zu lösen. Genau diesen Moment wollte ich festhalten: wie aus der Dunkelheit etwas Neues wächst und seine eigene Farbe findet.