Clémence van Lunen, Rock & Roll curtain, 2024, glasiertes Steinzeug, Blick in die Ausstellung »Une joyeuse intranquillité«, 2025/26, Keramis-Museum in La Louvière, Belgien; Foto: François Point, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Member event by
Gerhard Marcks Stiftung

Gerhard Marcks Stiftung

Am Wall 208
28195 Bremen
Germany

Clémence van Lunen: Kribbelige Unruhe

Großformatig, farbenfroh und spielerisch – die Arbeiten der Bildhauerin Clémence van Lunen verbreiten beim Betrachten eine „kribbelige Unruhe“. Ihre Skulpturen beeindrucken durch ihre Monumentalität, eine „geknetete“, lebendige Oberfläche und eine gewisse humorvolle Rätselhaftigkeit. Aus Keramik formt sie große Werke von scheinbar simplen Dingen wie Vögeln, Blumen, Landschaften oder faltenreichen Vorhängen. Und obwohl sie raumgreifende Volumen jenseits von Gefäßformen schafft, behalten sie den spielerischen Charakter einer Skizze. Dabei lenkt van Lunen nicht ohne Ironie immer wieder den Blick auf den immensen Aufwand und freudigen „Kampf“, den sie betreibt, um ihre Skulpturen, meist in Serien, zu konstruieren.

In den 1980er-Jahren arbeitete die Künstlerin hauptsächlich in Holz und Stein. Zu Beginn der 2000er-Jahre wandte sie sich durch Reisen nach China der Keramik zu und gehört heute zu einer Handvoll Bildhauer*innen, die im Grenzbereich zwischen Keramik und Skulptur arbeiten. Es ist van Lunens erste Präsentation in Deutschland. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Keramis – Centre de la Céramique in La Louvière (Belgien). Die Zusammenarbeit zwischen Keramikmuseum und Bildhauermuseum markiert die besondere Position der Künstlerin. Gezeigt werden ca. 60 Werke. Zur Ausstellung ist ein dreisprachiger Katalog erschienen.

Clémence van Lunen wurde 1959 geboren und wuchs in Brüssel und Paris auf, wo sie auch studierte. Derzeit lebt und arbeitet sie in Paris. Van Lunen war von 2008 bis 2012 Direktorin der Ateliers Beaux-Arts de Paris. Derzeit unterrichtet sie Bildhauerei an der École Nationale Supérieure d ‘Art et de Design in Nancy. Zu ihren eigenen Lehrern zählen Michel Smolders, dann Jean Cardot und Étienne-Martin (École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris), bei denen sie von 1979 bis 1984 Bildhauerei studierte.

Find more

Member event

Exhibition

Circuit Circus

Hannover, Germany

Member event

Exhibition

Skulpturenausstellung "Un-Bewegt"

Barsinghausen OT Groß Munzel, Germany

Member event

Exhibition

The Scuola di Scultura in Morcote

Morcote, Switzerland

Scroll to top of the page