Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
Germany
Elmgreen & Dragset. Stillleben mit GemĂĽse
Elmgreen & Dragset (Michael Elmgreen, *1961 und Ingar Dragset, *1969) arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre zusammen und zählen zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlern. Obwohl sie oft als Bildhauer bezeichnet werden, sind sie in einem weiten Spektrum tätig, das auch Installation, Performance und Architektur umfasst. Ihre Werke hinterfragen gewohnte räumliche Strukturen und laden sowohl öffentliche als auch institutionelle Orte atmosphärisch auf. Vom 20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027 verwandelt das in Berlin lebende und arbeitende Künstlerduo das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel aus Realität und Illusion. Die Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ präsentiert Skulpturen und Installationen von Elmgreen & Dragset, die mit der Architektur und der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Städel Museums in einen Dialog treten und neue Perspektiven eröffnen.
Elmgreen & Dragset arrangieren ihre figurativen Skulpturen so, dass sie das Publikum aktiv in das Erzählen von Geschichten einbeziehen. Indem sie den Blick der Besucher lenken und verschieben, rücken die Künstler alltägliche, leicht übersehene Momente in den Fokus und verwandeln diese in poetische Szenen, die gleichermaßen von Kritik und Humor geprägt sind. Mit ihrer durchdachten Art der Präsentation stellen Elmgreen & Dragset auf anschauliche statt didaktische Weise dringliche Fragen zu sozialen Strukturen sowie in Konventionen und institutionellen Routinen verankerten Verhaltensmustern. Das Künstlerduo beleuchtet auch, wie Museen unsere Wahrnehmung der Kunstgeschichte prägen. Subtil unterlaufen sie traditionelle Präsentationsformen und experimentieren mit den Regeln der Ausstellungsgestaltung.
Im Unterschied zu anderen Ausstellungen erstreckt sich „Stillleben mit Gemüse“ über das gesamte Städel Museum. Zwei große Installationen in der Sammlung Gegenwartskunst bilden den Kern der Präsentation, die sich mit Skulpturen und Interventionen der Künstler durch das gesamte Haus bis in die benachbarte La
Elmgreen & Dragset (Michael Elmgreen, b. 1961 and Ingar Dragset, b. 1969) have been collaborating since the mid-1990s and are among some of the most influential contemporary artists working today. While often being referred to as sculptors, the artists work in an expanded field that also includes installation, performance and architecture. Their works challenge familiar spatial structures and imbue both public and institutional spaces with a distinctive atmosphere. From 20 May 2026 to 17 January 2027, the Berlin-based artist duo will transform the Städel Museum into a fascinating interplay of reality and illusion. The exhibition “Stillleben mit Gemüse” presents sculptures and installations by the artists that enter into a dialogue with the architecture and the permanent collection of the Städel Museum, which spans over 700 years, opening up new perspectives.
Elmgreen & Dragset situate their figurative sculptures in such a way that they invite the audience to participate in an active game of storytelling. By redirecting and shifting the visitor’s gaze, the artists bring everyday moments that are easily overlooked into focus and turn these into poetic scenes charged with both criticality and humour. Through their elaborate sense of display, they are able to deal with serious questions about social structures, behavioural patterns rooted in conventions and institutional routines in an engaging rather than didactic way. The artist duo also examines how the museum itself shapes our perception of art history. They subtly subvert traditional forms of presentation and play with the rules of exhibition-making.
Unlike other exhibitions, “Stillleben mit Gemüse” extends across the entire Städel Museum. Two immersive installations in the Contemporary Art Collection form the core of the presentation, which unfolds throughout the historic collections and into the neighbouring Liebieghaus Skulpturensammlung. The exhibition places the visitors at the centre by inviting them to embark on a treasure hunt where artworks can be discovered in unusual places, often in almost absurd dialogue with the works from the collection.
Philipp Demandt, Director of the Städel Museum, on the exhibition: “The Städel Museum is internationally renowned for its outstanding collection, which since 2020 also includes the bronze sculpture Si par une nuit d’hiver un voyageur by Elmgreen & Dragset, currently on display in the garden. I am therefore even more delighted that we are now able to present this internationally acclaimed artist duo with a comprehensive exhibition at the Städel. With subtle humour and the ability to unfold grand narratives through minimal interventions, Elmgreen & Dragset transform our view of the collection—from the Old Masters through Modernism to the present day—and offer our visitors truly extraordinary moments as they make their way through the museum.”
Svenja Grosser, curator of the exhibition and Head of Contemporary Art: “Elmgreen & Dragset succeed in making familiar museum structures experienceable anew through nuanced shifts. Through their targeted interventions, they open up interstitial spaces and question habitual perspectives and expectations. The exhibition centres around two large-scale installations, The Cloud and Garden of Eden, which cast a critical eye on the tensions between labour and luxury, ambition and illusion. The museum becomes a stage for their artistic practice, where nothing is as clear-cut as it first appears.”
Curator: Svenja Grosser (Head of Contemporary Art, Städel Museum)
Project Manager: Maja Lisewski (Assistant Curator of Contemporary Art., Städel Museum)
Sponsored by: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, SEB, Städelscher Museums-Verein e.V.
With additional support from:Â New Carlsberg Foundation, Danish Arts Foundation
Media Partner: Monopol – Magazin für Kunst und Leben, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
iebieghaus Skulpturensammlung entfaltet. Die Ausstellung lädt die Besucher zu einer Schatzsuche ein und stellt sie in den Mittelpunkt. Die Kunstwerke von Elmgreen & Dragset können an ungewöhnlichen Orten entdeckt werden, oft in einem fast surrealen Dialog mit den Werken der Städel Sammlung.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Das Städel Museum ist international für seine hochkarätige Sammlung bekannt, zu der seit 2020 auch die im Garten präsentierte Bronzeplastik Si par une nuit d’hiver un voyageur von Elmgreen & Dragset gehört. Umso mehr freue ich mich, dass wir das weltweit gefeierte Künstlerduo nun mit einer umfassenden Ausstellung im Städel präsentieren können. Mit feinsinnigem Humor und der Fähigkeit, durch minimale Eingriffe große Erzählungen zu entfalten, verändern Elmgreen & Dragset den Blick auf unsere Sammlung von den Alten Meistern über die Moderne bis zur Gegenwart und schenken unserem Publikum auf seinem Weg durchs Museum ganz außergewöhnliche Momente.“
Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst: „Elmgreen & Dragset gelingt es, durch nuancierte Verschiebungen vertraute museale Strukturen neu erfahrbar zu machen. Durch ihre gezielten Interventionen eröffnen sie Zwischenräume und hinterfragen gewohnte Blickrichtungen und Erwartungen. Das Herzstück der Ausstellung bilden die beiden großangelegten, begehbaren Installationen The Cloud und Garden of Eden, die nicht zuletzt einen kritischen Blick auf die Spannungen zwischen Arbeit und Luxus, Ambition und Illusion werfen. Das Museum wird dabei zur Bühne von Elmgreen & Dragset und ihrer künstlerischen Praxis, in der nichts so eindeutig ist, wie es zunächst scheint.“
Kuratorin: Svenja Grosser (Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Projektleitung: Maja Lisewski (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, SEB, Städelscher Museums-Verein e.V.
Mit weiterer UnterstĂĽtzung von:Â New Carlsberg Foundation, Danish Arts Foundation
Medienpartner: Monopol – Magazin für Kunst und Leben, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main