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Karin Weissenbacher

GALERIE ATELIER III
Rantzau 11 Schlossinsel Rantzau
25355 Barmstedt
Germany

'NEUE AUSSICHTEN'

Kunstausstellung | Exposition

Bild | Skulptur von Karin weissenbacher

Unter dem Titel 'NEUE AUSSICHTEN- Bild und Figur‘ prĂ€sentiert Karin Weissenbacher Arbeiten aus dem Bereich der Malerei und Bildhauerei in unterschiedlichen Techniken.

Die GALERIE‱ATELIERIII zeigt das umfangreiche Oeuvre der bildenden KĂŒnstlerin.

 

Ein Schwerpunkt der Schau liegt auf ihren jĂŒngsten Großskulpturen aus hochgebranntem Ton. Etwa 100 bis 130 cm hoch haben die Werke eine einnehmende und stille rĂ€umliche PrĂ€senz. In ihrem schlanken Habitus, Haltung und nach Innen gekehrtem Ausdruck, wirken sie wie gotische Figuren, Boten einer anderen Zeit.

‚Sie sind inspiriert von frĂŒhgotischen Skulpturen, etwa vom Notre Dame de Chartres, oder der Abtei St. Denis. ‘ So die Deutsch Brasilianische KĂŒnstlerin.

Die Figuren, die fĂŒr den Außenraum gearbeitet sind, sind plastisch aufwĂ€ndig ausgefĂŒhrt: Die filigrane und fein detaillierte OberflĂ€che der abstrakten Figuren zeigt Pflanzen, BlĂŒten und Ornamente, die die gesamte OberflĂ€che wie ein Gewand umspannen.

Fein ausgeformte Gesichter wirken stimmungsvoll und leise, die HÀnde sind zum Raum hin geöffnet.

 

‚Keramische Plastiken in dieser GrĂ¶ĂŸe zu modellieren erfordert Erfahrung mit dem Material. Der Feuchtigkeitsgrad des Tones, Statik, Hohl- und Massivaufbau mĂŒssen genau aufeinander abgestimmt werden, um die Figur sicher aufzubauen und gut durchs Feuer zu bringen – sie werden bei 1280 Grad Celsius gebrannt.‘

 

Ein Zyklus von 4 plastischen Arbeiten zum Thema ‚starke Kerle‘ beleuchtet das Klischee der krĂ€ftigen, schnauzbĂ€rtigen MĂ€nner um die Jahrhundertwende, die in die damals aktuelle gestreifte Bademode gekleidet, unterschiedliche Sportliche Disziplinen ausĂŒben. Diese Figuren sind bis zu 70 cm hoch.

Der Schwimmer ‚Friedrich‘ wird hĂ€ngend installiert und schwebt ĂŒber den Köpfen der Besucher.

 

Weissenbachers mit ‚Else‘ betitelte bunt und blĂŒmerant gefasste weibliche Figuren, die teils mit gefiederten Armen Flugversuche unternehmen und flatternderweise versuchen die Erdschwerkraft zu ĂŒberwinden – die FĂŒĂŸe in Gummistiefeln steckend. Eine humoristische Betrachtung des Versuches, die GegensĂ€tze des Erdendaseins miteinander zu vereinen.

(Frei nach Else Lasker SchĂŒler, Dichterin des Expressionismus (1869 – 1945)

 

 

Im Fokus der Malerei stehen die das Umgebungslicht reflektierenden OberflĂ€chen der Ölmalereien auf Holz. Weissenbacher arbeitet mit unterschiedlichen Holz UntergrĂŒnden, verbindet mit Blattsilber und Kupfer und verwendet Blattgold in ihren Bildern. Durch das Zusammenspiel der Materialien entwickeln sich die einmaligen Werke, die mit dem Umgebungslicht spielen, es aufnehmen und zurĂŒck in den Raum werfen.

Durch die reflektierenden OberflÀchen wird auch die Bewegung im Raum wahrnehmbar und spiegelt den Betrachter, der auf diese Weise zum Teil der GemÀlde wird.

Licht, Bewegung und Kontrast ziehen den Betrachter in ihren Bann.

Die surrealen Szenen bewegen sich im Spannungsbogen zwischen Abstrakt und FigĂŒrlich, tauchen ein in FarbrĂ€ume, spielen mit organischen Formen.

(‚See- Leuchten I‘, ‚Mondwald‘ , ‚Mondschafe‘ oder ‚Tanzende Birken‘)

 

Die Kunstwerke sind in ihrer Werkstatt, dem Atelier im Gerichtsschreiberhaus entstanden – Malerei in Ölfarben auf verschiedenen Hölzern wie Eiche, Pappel oder Birke und Figuren aus gebranntem Ton, ‚Keramische Plastiken‘ entstehen in ihrer KĂŒnstlerwerkstatt in dem schönen historischen GebĂ€ude mit den lichtdurchfluteten RĂ€umen. Einige ihrer bildhauerischen Arbeiten aus Ton und Bronze sind auch im Außenbereich im Inselpark zu sehen.

 

Weiterhin bekommt man Einblicke in Weissenbachers KĂŒnstlerwerkstatt und angegliederte Werkschau, die das gesamte Spannungsfeld von Bild und Figur eröffnen.

 

 

 

 

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