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Magisches Barcelona verzaubert sculpture network Reisegruppe

Eine Experience der besonderen Art bot sich der ├╝ber 20-k├Âpfigen Reisegruppe von sculpture network vom 28. bis 31. M├Ąrz 2019 in Barcelona. Unter der fachkundigen Leitung der Kuratorin Sandy Brunner, gewannen wir Einblicke, die sonst nur wenige erleben d├╝rfen.
Vom opulenten 7 G├Ąnge Men├╝ im K├╝nstleratelier, ├╝ber den skulpturalen Wohntraum eines Exzentrikers der Kunstszene, bis hin zu Seafood Gelagen in Barcelonas Touristenmagnet La Paradeta ÔÇô Kultur und Genuss sind sicher nicht zu kurz gekommen!

Tag eins begann mit der Erkundung der Altstadt. Sandy Brunner f├╝hrte uns in der Fundaci├│ Enric Miralles in Leben und Werk des ber├╝hmten Architekten ein. Miralles trug als Architekt unter anderem mit dem Mercat de Santa Catarina zu Barcelonas Ruf als Architektur-Hauptstadt bei. Nach einem kurzen Sektempfang mit Schinken und K├Ąse, machte sich die Gruppe gut gelaunt auf den Weg zum Abendessen.

Fundaci├│ Enric Miralles

Der zweite Tag startete mit einem weiteren Schwergewicht der katalanischen Architekten-Szene: Ricardo Bofill. Walden 7 ist ein futuristisch anmutender, skulpturaler Bau, der aussieht, als w├╝rden gleich die Triebwerke z├╝nden und der Wohnkomplex zu den Sternen aufbrechen. Untermauert wurde dieses Gef├╝hl durch die w├Ąhrend unseres Besuchs anwesende Filmcrew. Den Kost├╝men nach zu urteilen war dies sicherlich Teil des Plots.

Einer weiteren Filmszene begegneten wir, zumindest gedanklich, wenig sp├Ąter auf unserem Weg. Der ein oder andere kann sich vielleicht noch an die Szene mit Scarlett Johansson in Vicky Cristina Barcelona erinnern. Der 2008 von Woody Allen gedrehte Film f├╝hrte in einem kleinen Auto durch eine Enge Gasse. Am Ende der Gasse befindet sich das Haus des in Barcelona relativ unbekannten K├╝nstlers Xavier Corbero. Sein vor 50 Jahren erbautes Wohnhaus entwickelte er in den letzten 15 Jahren zu einer Skulptur in Beton weiter. Durch seinen unerwarteten Tod vor zwei Jahren kamen die Bauarbeiten komplett zum Erliegen. Seitdem ist die nach seinem Tod verwaiste Baustelle gern gebuchte Event Fl├Ąche gro├čer Marken wie BMW und SEAT.
Im alten Wohnbereich des Hauses liegen Fotos mit Dali und Picasso und so ziemlich jedem, der in der Kunstwelt der zweiten H├Ąlfte des 20. Jahrhunderts eine Rolle gespielt hat. Die Witwe des K├╝nstlers erz├Ąhlt die Anekdote, wie Corbero einst bei Dalis Anruf den H├Ârer auflegte. Er war gerade 18 Jahre alt und ein Unbekannter hatte alle Werke seiner ersten Ausstellung gekauft. Corbero hatte den Anruf f├╝r einen Scherz gehalten.

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Sandy Brunner mit Marco Romero

In ungew├Âhnlichem Ambiente fanden sich die Reiseteilnehmer zum Mittagessen ein. Ein K├╝nstlerhaus beherbergt im obersten Stock die beiden K├╝nstler Miguel Aparici und Marco Romero. Was bisher f├╝r private Kochabende der K├╝nstler des Hauses gedacht war, haben die beiden zu einem Gesch├Ąft weiterentwickelt. 7 G├Ąnge Men├╝ im Stehen im Kunstatelier ÔÇô viel Zeit um herum zu wandern, zu begutachten und zu diskutieren. Ein Verkaufsmodell f├╝r die Zukunft? Wir k├Ânnen zumindest sagen, dass mindestens ein Kauf get├Ątigt wurde. Das Erlebnis im Atelier bleibt im digitalen Zeitalter nach wie vor der wichtigste Raum zur Interaktion.

Jaume Plensa Ausstellung im MACBA

Nach einem kurzen Besuch der Jaume Plensa Ausstellung im Museu d'Art Contemporani de Barcelona ging es weiter zu einem hervorragenden Abendessen.

Der dritte und letzte Tag unserer Reise f├╝hrte uns in die weltbekannte Fundaci├│ Joan Miro. Dieses imposante Bauwerk beinhaltet die bedeutendste Sammlung des K├╝nstlers.
Mit der Einweihung des Geb├Ąudes 1975, galt das von Josep Llu├şs Sert erbaute Kunstwerk als einer der progressivsten Museumsbauten seiner Zeit. F├╝r die unter Franco im Hintergrund agierende avantgardistische Architekten-Elite war der Tod des Generalissimus 1975 der Startschuss eines partnerschaftlichen Wettkampfs, Barcelona zu einer der Hauptst├Ądte der Architektur zu formen. Dieser fand 1992 mit der Olympiade seinen H├Âhepunkt.

Fundaci├│ Joan Miro

Ebenso eindr├╝cklich ist wohl der anl├Ąsslich der Weltausstellung 1929 erbaute, und nun wieder neu errichtete, Pavillon der Weimarer Republik des deutsch-amerikanischen Star Architekten Ludwig Mies van Rohes, der Barcelona ebenfalls zu seinem architektonischen Weltrang verhalf.

Die finale Station f├╝hrte uns, nach einem kurzem Streifgang durch das Caixa Forum, in die Ateliers der K├╝nstler Frank Plant und Samuel Salcedo. Plant verlie├č fr├╝h die USA und fand schlie├člich in Barcelona ein Zuhause. Sein Werk ist beeinflusst von den Menschen und teilweise hoch politisch und gesellschaftskritisch. Plants Zeichnen mit Stahl waren stets mit Hand ges├Ągte handwerkliche und k├╝nstlerische Meisterwerke. Sein neu angeschaffter Plasmaschneider erm├Âglicht ihm nun auch Serien zu fertigen und neue Formen des Materials zu erkunden. Nichtsdestotrotz greift er auch immer wieder zur Hands├Ąge, um seine Kunst nicht zu verlernen, wie er sagt. Im Gegensatz zu Frank Plant lebt Samuel Salcedo schon seit seiner Geburt in Barcelona, mit einer kurzen Unterbrechung f├╝r sein Studium in Manchester, England. Salcedos skulpturales Werk zeichnet sich durch technische Exzellenz aus. Sein au├čergew├Âhnliches Talent zeigt sich in der Vielfalt der verwendeten Materialien (Harz, Holz, Aluminium und Polyester) und der perfektionierten Bemalung, die seinen Arbeiten eine fast hyperrealistische Anmutung verleihen. Uns als Betrachtende haben die Werke immer wieder mit ihrer subtilen Ironie und der gleichzeitigen Verletzlichkeit ├╝berrascht.

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Die sculpture network Reisegruppe im Atelier der Künstler Frank Plant und Samuel Salcedo

Ersch├Âpft von den Strapazen stand der Gruppe noch eine letzte H├╝rde zu meistern bevor. Der Besuch in Barcelonas gefeiertem Fischimbiss La Paradeta. Ohne Reservierung und 20 Minuten vor ├ľffnung des Lokals warteten wir tapfer auf den Einlass. Nach der etwas aufregenden und komplizierten Bestellung wurde unser Warten jedoch mehr als belohnt, glaubt man einer Teilnehmerin ist es ÔÇ×das beste Seafood-Erlebnis meines Lebens!ÔÇť

Ges├Ąttigt ging es ins Bett, nat├╝rlich nicht bevor viele Worte des Dankes an die hervorragende Reiseleiterin Sandy Brunner gerichtet wurden.

Alles in allem eine wahrlich gelungene Experience ÔÇô wir freuen uns auf weitere tolle Erfahrungen in Venedig vom 27. bis 30.6. und 22.8 bis 25.8. Seien Sie dabei!
ZUR PROGRAMM

Autor: Andr├ę Kirberg

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Andr├ę┬áKirberg ist┬áManaging Director┬á
der sculpture network service GmbH.
Er begleitete die Reisegruppe durch Barcelona
und war ├╝berw├Ąltigt von der positiven Reonanz der TeilnehmerInnen.

 

Titelbild: Espacio Xavier Corbero. Fotos: Andr├ę Kirberg

Galerie

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