Bildhauerei ist für mich das inspirierende Zusammenfließen
von Musik, Lyrik, Natur und Leben
in Material, Raum und Zeit.
Thematisch geht es mir immer um den Menschen in seiner Entwicklung, im Wechselspiel zu anderen Menschen, um unsere Gesellschaft. Die konkrete Auswahl der nächsten Skulptur entscheide ich nach der Relevanz der Fragestellung, für mein Leben, für unser Leben, passend zu der Zeit, in der wir leben.
Ich suche nicht, ich finde.
Ich habe immer einen Vorrat von Themen, poetischen Zeilen und diversen Materialien, meist Fundstücke. Dabei wechsele ich konsequent das Material, meist Stein oder Holz, den Ausdruck von figürlich zu abstrakt, von kleiner Miniatur zu großer Installation.
Es geht mir immer um den Erkenntnisgewinn während des künstlerischen Prozesses, die Öffnung meines Denkens und Empfindens, auch mit den Widerständen. Fehler und Risse im Material sind integrierende Türöffner für meine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema.
Die Formfindung ist eine Annäherung oder Erweiterung meines inneren Seelenbildes. Dabei vollzieht sich in mir eine Verwandlung im Geistigen. In der Skulptur manifestiere ich das Geistige im Materiellen.
Meine handwerklich anspruchsvolle Gestaltung der Oberfläche vertieft die künstlerische Aussage. Lieder aus eigener und fremder Feder begleiten mich im kreativen Prozess. Der Skulpturentitel ist fast immer eine Liedzeile.
Ich bin beglückt, wenn alles zusammenklingt, Poesie, die Musik in meinen Ohren, die Wirkung der Skulptur im Raum, Denkanstöße beim Umrunden, das Spiel des Lichts.
„Wenn es in mir brodelt, sagt mir die Skulptur:
Es gibt kein Mehr. Es gibt kein Weniger.
Es ist alles drin.