SP_CE – 151 Tage Freiraum für kollaboratives Arbeiten im Herzen Münchens 

Fünf Monate lang war sculpture network Teil einer spannenden Zusammenarbeit in der Alten Akademie mitten in München: Im SP_CE fanden 40 KünstlerInnen und Kunstschaffende ein temporäres Zuhause für Projekte und Experimente.

Das SP_CE neigt sich dem Ende zu. Anfang Juni muss die alte Akademie wieder geräumt werden. Seit Januar hatte sich das kollaborative Arbeitsprojekt, in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München, zur Zwischennutzung in der alten Akademie, nahe dem Stachus, niedergelassen. In mehr als 1.200 m² hatten etwa 40 KünstlerInnen und Kunstschaffende die Möglichkeit, Arbeits- und Ausstellungsräume für sich zu beziehen. Miete fiel keine an, lediglich die Nebenkosten musste jeder für sich abdecken. Einmal pro Monat haben alle TeilnehmerInnen am Open Thursday ihre Räume dem Publikum geöffnet. Im Raum 503 von sculpture network hieß es dann: sculpt the world! Mit unterschiedlichen nachhaltigen Materialien luden wir die BesucherInnen ein mit uns kleine und große Kunstwerke zu erschaffen und dabei neue Kontakte zu knüpfen. Am 16. Mai hat das SP_CE zum letzten Mal zur monatlichen Ausstellungsreihe eingeladen. An diesem Abend haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht: Eine Schnitzeljagd quer durch die alte Akademie. 


Kunstschaffende vernetzen 


Ziel der Schnitzeljagd war es sculpture network mit anderen spannenden Kunstprojekten zu verbinden und den BesucherInnen die Möglichkeit zu geben, selbst kreativ zu werden. Denn hier liegt die eigentliche Essenz des Projektes SP_CE: Kunstschaffende zu vernetzen und zusammenzubringen, neue übergreifende Kooperationen zu schaffen, die sowohl für die TeilnehmerInnen, als auch für die BesucherInnen von Interesse sind. Von Musik, über Architektur, bis hin zu Kunst, bietet ein Projekt wie das SP_CE, die Möglichkeit Kreative zu verbinden und in eine neue Welt einzutauchen. 


Einmal quer durchs SP_CE 


Das erste Rätsel wurde am Eingang verteilt. Schaffte man es zur ersten Station, befand man sich im Raum der Botschaft der Republik Užupis. Ein Projekt, welches in der litauischen Hauptstadt Vilnius startete. In den 1990er Jahren riefen einige BewohnerInnen des Stadtteils Užupis ihre eigene künstlerische Republik aus. Neben einer Verfassung, einer Flagge und einem Präsidenten, verfügt diese nun auch über ihre deutsche Botschaft inmitten der alten Akademie. Dort durfte sich jeder aus einer Kiste Material mitnehmen, um später am Ziel seine eigene Skulptur zu erschaffen. Das zweite Rätsel führte zu einem Raum, in dem sieben verschiedene KünstlerInnen ihre Werke ausstellten – von Skulptur bis hin zu Malerei. Später dann sogar in Begleitung von einem Chor. Hatte man sich dort das restliche Material genommen, ging es dann zur letzten Station – unserem sculpture network Raum. Dort angelangt gab es erst mal eine Belohnung: Ein Goodie-Bag und eine leckere Limonade von Wandlbeck. Daraufhin durfte sich jeder an unseren weiteren Materialien erfreuen und sein eigenes dreidimensionales Kunstwerk erschaffen. 


Zwischennutzung mit Langzeitwirkung 

Beim Bauen der eigenen Werke, wurde auch eifrig über das Gesehene diskutiert. Die vielfältigen Projekte, die sich im SP_CE niedergelassen haben, haben viele verschiedene Eindrücke hinterlassen. Hannes, der seine Masterarbeit über künstlerische Zwischennutzungen schreibt, ist von dem Konzept des SP_CE vollkommen überzeugt. Er findet es toll, dass in München noch ein wenig Platz für Kunstschaffende zur Verfügung gestellt wird. Generell sind die Eindrücke sehr positiv. Stephanie und Marie sind zufällig hierhergekommen. Sie sind vorbeigelaufen und neugierig geworden. Das Publikum ist so vielfältig wie die Projekte im Haus. Die hinterlassenen Eindrücke werden wohl sowohl für die TeilnehmerInnen, als auch für die vielen BesucherInnen in Erinnerung bleiben. Ganz nach dem Motto vom SP_CE, „Freiraum auf Zeit mit Langzeitwirkung“.

Allen MitbewohnerInnen, BesucherInnen und dem Team von SP_CE ein herzliches Dankeschön für die tolle Zeit und Halm und Wandlbeck Danke für die wertvolle Kooperation!



 
 
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