Bettina Lüdicke

In meinen Skulpturen verknüpfe ich den sichtbaren Raum mit dem innerlich gedachten und gefühlten. Mich fasziniert das gleichzeitige Nebeneinander von Außen und Innen, ihre Durchdringung und Wechselwirkung. Daraus entstehen vielfältige Perspektiven des Betrachtens - im realen Raum wie in der Vorstellung.
Mit feinsten Kupfer- und Bronzedrähten zeichne ich direkt in die Luft.
Grundlage ist eine uralte Technik: das Umwickeln gekreuzter Linien.
Ihre Wiederentdeckung erlaubt mir, Netzwerke zu schaffen, deren Stabilität sich - wie im Leben selbst - aus der Dichte und Qualität der Verbindungen speist. So wachsen offene, organisch strukturierte Raumkörper, oft modular aufgebaut, zu fragilen, durchlässigen Architekturen heran.
Meine künstlerischen Impulse entspringen einer sensiblen, oft intuitiven Auseinandersetzung mit Mensch und Welt. Dabei spielen neben Leichtigkeit und Transparenz auch Themen wie Balance, Spannung und Statik eine zentrale Rolle. Licht und Bewegung - etwa durch Wind - verwandeln die Arbeiten fortwährend, erzeugen Schatten, Resonanz und Wandel.
Die endgültige Form einer Skulptur offenbart sich erst im Arbeitsprozess.
Sie ist kein vorgefertigtes Konzept, sondern ein Ergebnis des Sehens, Spürens und Gestaltens im Moment.

Feste Koordinaten gibt es nicht. Fixpunkte gleichwohl: Dicht umwickelt rhythmisieren eine Vielzahl stabilisierender Knotenpunkte ein millimeterfeines, weitgehend transparentes Gefüge aus Kupfer- oder Bronzedraht, das graphische (Binnen)Strukturen, filigrane (archi)tektonische oder der Natur entlehnte Konstrukte zu raumplastischen Elementen verbindet. Leichthändig spielen Bettina Lüdickes raumbildende, luftige Konstellationen mit Gravitationskräften, tragen Wachstum und Veränderung in sich und verorten sich immer neu im Innen- wie im Außenraum...


Although there are no fixed coordinates, there are fixed points: a multitude of tightly wrapped, stabilizing knots add rhythm to a delicate, predominantly transparent structure of copper and bronze wire. This structure combines graphic configurations, fine architectonic structures, or constructions borrowed from nature to create three-dimensional elements. Bettina Lüdicke’s space-defining, airy constellations lithely play with forces of gravity, convey growth and change, and incessantly find new positions both inside and outside.

Textauszug 2021, Dr. Birgit Möckel


Fotonachweis Profilbild: Rüdiger Böhme

Kunstwerke (24)

Bettina Lüdicke, 2022

Kapriolen

Bettina Lüdicke, 2022

PURE COTTON

Bettina Lüdicke, 2021

Tube 1

Bettina Lüdicke, 2016

Kugelstrukturen 3

Bettina Lüdicke, 2015

Drop 1

Bettina Lüdicke, 2014

Fluid

Bettina Lüdicke, 2017

Dome V 3

Bettina Lüdicke, 2014

Dome V 2

Bettina Lüdicke, 2014

Dome

Bettina Lüdicke, 2009

Luftsäule

Bettina Lüdicke, 2021

Babel 1

Bettina Lüdicke, 2020

Tektonische Verschiebung

Bettina Lüdicke, 2020

Tektonische Verschiebung 2

Bettina Lüdicke, 2015

Globe 1,2

Bettina Lüdicke, 2015

Abheben

Bettina Lüdicke, 2019

Luna 3

Bettina Lüdicke, 2019

Luna 2

Bettina Lüdicke, 2019

Willkommen 1

Bettina Lüdicke, 2016

Würfeln

Bettina Lüdicke, 2017

Konstruktion 1

Bettina Lüdicke, 2017

Orkanisch

Bettina Lüdicke, 2014

Patio 1,2,3

Bettina Lüdicke, 2017

Szenen, mit Akteuren

Bettina Lüdicke, 2016

Das Wetter von morgen

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Umspannwerk, Bettina Lüdicke, Skulptur, Martin Conrad, Malerei

Hardenbergstraße 9, Vorderhaus, 2 Stock links , Deutschland

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