NEUE NATIONALGALERIE
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin
Deutschland
Brancusi
Ab Frühjahr 2026 zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin in Koopera-tion mit dem Centre Pompidou in Paris eine groß angelegte Einzel-ausstellung des französischen Bildhauers Constantin Brancusi (1876-1957). Mit mehr als 150 Arbeiten ist es die erste umfassende Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50 Jahren in Deutsch-land.
Nach traditionell-akademischen Anfängen fand Brancusi ab 1907 in Paris zu einem eigenen Stil. Seine organischen bis auf das Wesentliche redu-zierten Skulpturen machen ihn zum Vorreiter der skulpturalen Abstraktion im frühen 20. Jahrhundert. Brancusis stetige Suche nach einem künstleri-schen Ideal manifestiert sich in den formalen Variationen weniger Motive und dem Spiel mit wechselnden Materialien und Oberflächen. Gekonnt nutzte er spezifische Sockel, Licht, Bewegung sowie Fotografie und Film, um seine Skulpturen in Szene zu setzen.
Neben Hauptwerken wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“, „Schlummernde Muse“ oder die „Unendliche Säule“ zeigt die Ausstellung eine Teilrekon-struktion des berühmten Ateliers von Brancusi, das damit erstmals seit seiner Übergabe an den französischen Staat 1957 außerhalb von Paris zu sehen ist. Mit über 150 Skulpturen, Fotografien, Filmen und bisher kaum gesehenen Archivmaterialien aus dem Centre Pompidou ebenso wie aus weiteren privaten und öffentlichen internationalen Sammlungen, präsen-tiert die Ausstellung den bisher umfangreichsten Überblick über das viel-seitige Schaffen einer der bedeutendsten Bildhauer*innen des 20. Jahr-hunderts.
Während das Werk von Constantin Brancusi in Frankreich sehr populär ist, ist der Bildhauer in Deutschland bisher nur Eingeweihten ein Begriff. Die Ausstellung soll dem Künstler auch in Deutschland die ihm gebühren-de Wahrnehmung verleihen.
Die Ausstellung wird kuratiert von Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, und Maike Steinkamp, Kuratorin an der Neuen National-galerie, mit Ariane Coulondre und Valérie Loth, Kuratorinnen am Centre Pompidou, Paris.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Distanz Verlag.
Die Ausstellung wird ermöglicht durch die FREUNDE der Nationalgalerie.