Mitgliedsveranstaltung von
Stephan Siebers

Clemens-August-Straße 24
50321 Br√ľhl
Deutschland

CUBES AND LAYERINGS - ARBEITEN AUS DEN LETZTEN 20 JAHREN

Stephan Siebers besch√§ftigt sich in seinem Werk mit den Gesetzen der Schwerkraft und den damit verbundenen M√∂glichkeiten der Illusion. In immer neuen Varianten gelingt es ihm, mit scheinbar unm√∂glichen Gleichgewichten zwischen Volumen und Masse zu √ľberraschen. W√ľrfel, Kugeln und andere Formen stehen fest aufeinander, obwohl sie zu fallen scheinen, w√§hrend Bewegungen von der Zeit losgel√∂st werden. Die Einfachheit seiner Arbeiten l√§sst die Schwere des Materials vergessen und verg√§nglichen Momenten wird durch die trotzige Unzerst√∂rbarkeit des Metalls eine dauerhafte Form gegeben. Die Inspiration von Siebers ist in der √Ąsthetik des Bauhaus verwurzelt und wird zudem beeinflusst von den minimalistischen Bildhauern der 1960er-Jahre, wie Richard Serra, Sol LeWitt und Anthony Caro. Diese K√ľnstler richteten ihre Aufmerksamkeit auf damals unkonventionelle, industrielle Materialien, um so die physikalischen Eigenschaften ihrer Kunst zu akzentuieren.

Siebers verinnerlicht ihr geistiges Erbe und w√§hlt ebenfalls Materialien, die es ihm erlauben, Skulpturen mit einem gewissen Ungleichgewicht erstellen zu k√∂nnen. Ob klein oder mehrere Meter hoch, das Ergebnis ist das gleiche: Die ihren Raum strukturierenden Balanceakte zeigen ein hohes Ma√ü an ausgehaltener innerer Spannung und strahlen dennoch eine geradezu meditative Ruhe aus. Die seltene Leichtigkeit des hochkomplexen Prozesses einer ausgewogenen Gewichtsverteilung steht in starkem Kontrast zur kompakten Stabilit√§t und Massivit√§t des Materials. Hinzu kommt die vordergr√ľndige Auseinandersetzung mit den elementaren Fragestellungen der Bildhauerei nach Gleichgewicht und Gravitation, die durch die offen versteckten Assoziationen mit menschlichen Zust√§nden wie emotionaler Instabilit√§t und der Sehnsucht nach Sicherheit anzur√ľhren versteht. Stephan Siebers f√ľhrt seine Zuschauer zu einem Spiel der Sinnest√§uschung. Die schn√∂rkellosen Formen und ihre Geschichten in verschachtelten R√§umen veranlassen zu ungeahnten Dialogen mit dem Selbst. Vom Ballast der Gegenst√§ndlichkeit befreit, lassen die Skulpturen Platz zum Tr√§umen und richten den Blick des Betrachters auf die eigene Existenz.

Finissage mit K√ľnstlergespr√§ch: So, 9. Mai 2021 um 15 Uhr

 

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