In Am Abgrund thematisiert Andreas Rimpel den Moment, in dem Stabilität zu schwinden beginnt und der Mensch mit den Grenzen seiner Belastbarkeit konfrontiert wird. Die Figur scheint sich zwischen Halt und Fall zu befinden – ein Zustand existenzieller Unsicherheit, der zugleich körperlich und emotional erfahrbar wird.
Wie in vielen seiner Arbeiten verbindet Rimpel organische und technische Formelemente. Die kantigen, an Maschinen und Konstruktionen erinnernden Strukturen verleihen der Figur eine scheinbare Stärke, die jedoch von ihrer fragilen Haltung durchbrochen wird. Gerade in dieser Spannung zwischen Widerstandskraft und Verletzlichkeit offenbart sich die menschliche Dimension der Arbeit.
Der Abgrund erscheint dabei weniger als konkreter Ort denn als Sinnbild für Krisen, Zweifel und Wendepunkte, die jede Biografie prägen. Die Skulptur macht sichtbar, dass der Mensch selbst in Momenten äußerster Unsicherheit nach Gleichgewicht sucht. In ihrer reduzierten, kubistisch geprägten Formensprache verdichtet sie ein universelles Gefühl: die Erfahrung, an einer Grenze zu stehen.
Die Skulptur wurde im Hof der Burg Kronberg zur Ausstellung ART SUMMER 25 gezeigt
Vom 4.7 - 17.8 Â 2025
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 Bronzeguss / Kubismus