Steinbearbeitung (Sandstein), Kloster Fahr
Die KĂŒnstlerin Vera Staub hat in einer dreiteiligen Arbeit den Prozess des Sterbens, des Abschiednehmens und die damit verbundenen GefĂŒhle thematisiert: Ein gehauener Ostermundiger Sandstein symbolisiert mit seinem âschwangernâ Bauch Geburt und gleichzeitig letzte RuhestĂ€tte nach dem Tod.
Basierend auf diesem Bauch-Sarg-Stein schuf Vera Staub eine transparente Installation, die nur noch die Konturen des Sarges vermuten lĂ€sst: ein zunĂ€chst weich fallendes, spĂ€ter gehĂ€rtetes, erstarrtes âGrabtuchâ. Mit diesem Grabtuch fĂ€hrt die KĂŒnstlerin in einem Zirkuswagen ĂŒber Land. Auf öffentlichen PlĂ€tzen ermuntert sie die Menschen, den Wagen zu betreten. â erwartungsvolle Neugier, unbeschwerte Fröhlichkeit, plötzliches Unbehagen.
Vera Staub hat ihre Reise durch Schweizer StÀdte fotografisch dokumentiert. Begleitet werden ihre Bilder von Texten der Autorin Brigitte Schmid-Gugler. Der gehauene Stein wurde im Garten des Klosters Fahr gesetzt; die (damals) dort lebende Silja Walter ist dazu in einen Briefwechsel mit Brigitte Schmid-Gugler getreten.
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