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Deutschland

Julia Gubitz STUDIO ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Initiatorin von STUDIO ZEITGENÖSSISCHE KUNST 2015
Mitglied Berufsverband Bildender Künstler_innen Deutschland
Mitglied VG- Bildkunst
Bildende Künstlerin /Freiberuflerin seit 2000

Arbeit und Ort
Julia Gubitz – Arbeit und Studio Im STUDIO ZEITGENÖSSISCHE KUNST in Salzwedel entsteht eine künstlerische Praxis, die sich mit dem Verhältnis von Raum, Erinnerung und Wahrnehmung beschäftigt. Der Ort ist nicht nur Atelier, sondern ein Denkraum, in dem sich Herstellung, Betrachtung und Präsentation verbinden. Die Zeichnungen entstehen aus inneren Bildern erinnerter Räume. Ausgehend von Orten, die eine besondere Spannung besitzen, bewege ich mich gedanklich durch diese Räume, wechsele Perspektiven und untersuche die Abstände und Beziehungen der Dinge zueinander. Nicht die äußere Abbildung eines Ortes steht im Mittelpunkt, sondern seine emotionale und körperlich wahrnehmbare Ordnung. Die Arbeiten entstehen in einem kurzen, konzentrierten Zeichenvorgang. Die Entscheidung über eine gelungene Form basiert auf einem körperlichen Gefühl von Richtigkeit: Ein Raum, eine Anordnung oder eine Beziehung zwischen Dingen muss „stimmen“. So wie die Zeichnungen Räume nicht abbilden, sondern erforschen, wird auch das Studio selbst zu einem räumlichen Experiment: ein Ort, an dem Beziehungen zwischen Kunst, Material, Umgebung und Betrachter entstehen. Kern der Arbeit: Erinnerte Räume werden in Linien, Flächen und Beziehungen übersetzt, bis eine körperlich erfahrbare räumliche Wahrheit entsteht. Das Verbindende zwischen Werk und Ort ist dabei der Gedanke: Raum ist nicht nur etwas, das uns umgibt – Raum ist etwas, das wir wahrnehmen, erinnern und innerlich neu ordnen.



+49 15202089875

VGSTUDIO ZEITGENÖSSISCHE KUNST, SALZWEDEL 200 Quadratmeter zwischen Kunst, Wissenschaft und Stadt Was haben ein Polarforscher, eine Bauingenieurin, Architekturbüros und internationale Künstler gemeinsam? Im STUDIO ZEITGENÖSSISCHE KUNST in Salzwedel treffen sie aufeinander. Die eigenständige Institution entwickelt Ausstellungen an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft, Architektur und Gesellschaft. Ihre kuratorische Ausrichtung liegt bei Julia Gubitz; im Mittelpunkt steht jedoch das Programm selbst: die Begegnung unterschiedlicher Disziplinen und Perspektiven. Das Spektrum der bisher gezeigten Positionen reicht von zeitgenössischer Kunst über Architektur und Bauwesen bis zur Polar- und Meeresforschung. Vertreten waren unter anderem Walter Yu, Louis Zoller, Loek Hambeukers, Monique Kwist, Rob Vollewens, Mirsad Herenda und Rosa Yaisli, ebenso Grube und Grube Architekten, Capeller Architekten, coop indigo und die Bauingenieurin Ines Kahrens. Mit Jölund Asseng vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung kam eine wissenschaftliche Perspektive hinzu. Die Zusammensetzung wirkt wie eine Versuchsanordnung: Nicht die eindeutige Zuordnung zu einer Disziplin ist entscheidend, sondern die Frage, was aus ihrer Begegnung entsteht. Die Straße als Ausstellungsraum Rund 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind durch straßenseitige Glaswände einsehbar. Damit wird die Ausstellung Teil des öffentlichen Raums, noch bevor man das Studio betritt. Passantinnen und Passanten werden zu Betrachtern. Die Glasfassade trennt Innen und Außen physisch, verbindet sie aber visuell. Kunst erscheint im alltäglichen Stadtraum, ohne dass dieser eigens zum Ausstellungsort erklärt werden muss. Das Studio entwickelt daraus eine eigene Form von Kunst im öffentlichen Kontext: Nicht einzelne Werke werden in den Stadtraum gesetzt – der Ausstellungsraum selbst öffnet sich zur Stadt. Ausstellung als Schnittstelle Auch programmatisch arbeitet die Institution mit offenen Grenzen. Künstlerische Arbeiten können neben architektonischen Projekten, technischen Fragestellungen oder wissenschaftlichen Positionen stehen. So wird die Ausstellung zum Ort des Austauschs zwischen unterschiedlichen Formen von Wissen. Kunst dient dabei nicht zur Illustration wissenschaftlicher Themen; ebenso wenig wird Wissenschaft zum bloßen Hintergrund. Interessant wird vielmehr der Zwischenraum, in dem sich beide Perspektiven verändern. Ein unabhängiger Ort in Salzwedel Der besondere Charakter des Studios liegt in seiner Kombination aus institutioneller Eigenständigkeit, kuratorischer Offenheit und unmittelbarer Präsenz im Stadtraum. In Salzwedel entsteht damit ein Ausstellungsort, der internationale und überregionale Positionen mit einem lokalen Publikum verbindet – und zugleich die klassische Grenze zwischen Galerie, öffentlichem Raum und interdisziplinärem Diskurs verschiebt. 200 Quadratmeter Glas machen die Ausstellung sichtbar. Das Programm macht die Grenzen zwischen den Disziplinen durchlässig.

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