POWER PLAY, Anna Uddenberg

05 April 2019 00:00 - 22 September 2019 00:00

In der Ausstellung werden Anna Uddenbergs Skulpturen und ihre räumliche Inszenierung in der Art eines Gesamtkunstwerks vorgestellt. Sie wirken auf den ersten Blick verführerisch und schmeicheln den Sinnen durch Perfektion, Formen und Farbigkeit. Doch sehr schnell erkennen die Besucher, dass es der Künstlerin um weit mehr als die haptische Oberfläche geht. Sie argumentiert vielmehr konzeptuell und visuell aus der Tiefe.

Uddenberg beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Konventionen und Normen sowie mit der oft exzessiven Konsumkultur. Sie analysiert Gesellschafts- und Repräsentationssysteme und untersucht dabei vor allem das Rollenmuster und -klischee von Frauen. Sie interessiert sich für Femme-ininität als Figuration, das nicht die vermeintlich naturgegebene Weiblichkeit des Körpers, sondern deren rollenkonforme Inszenierung meint. Sie zeigt, dass diese Rollenzuweisungen / Codierungen hauptsächlich dem Vorteil anderer dienen und „Weiblichkeit“ noch immer mit Ausbeutung verbunden ist. Ihre stark überdehnten, scheinbar makellosen Figuren bieten ein fast akrobatisches Stillleben und ein dichtes, spannungsreiches Narrativ, das auch unsere völlig überzogenen Vorstellungen von Perfektion hinterfragt. Ihre visuell irritierenden Arbeiten halten der modernen Gesellschaft den Spiegel vor und fordern den Betrachter auf, die Normen und Werte unserer Zeit zu hinterfragen.

Merh Infos unter: www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/power-play-anna-uddenberg.html

Foto: Anna Uddenberg, Psychotropic Lounge (II), 2019, Styrofoam, polyurethane foam, aqua resin, fiber glass, printed fabric, leather, polyester fabric, carpet, paint, car interiors, suitcase, 70 x 155 x 86 cm, Courtesy the artist and Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

POWER PLAY, Anna Uddenberg


Bonn
Germany

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