KunstHaus Vera Staub

... über den Dächern von New York

FACTSHEET:

Abmessungen : 2 cm x 150 cm x 600 cm (Height, Width, Depth)
Gewicht : 5 kg
Jahr : 1991
Material : Performance, Papier
Stil : abstrakt

KunstHaus Vera Staub

Ich bin eine fabulierende, bildende Künstlerin und Bildhauerin, erstelle sowohl raumgreifende Kunstwerke aus unterschiedlichsten Materialien wie auch Arbeiten auf Papier.
Meine Arbeit gestaltet und zelebriert Zwischenräume und Übergänge aller Art und löst vermeintliche Widersprüche auf. Ernsthaftigkeit und Verspieltheit manifestieren sich oftmals gemeinsam, Werke unterschiedlichster Techniken und Stile weisen wechselseitige Bezüge auf und eröffnen verschiedenste Perspektiven auf ein Thema.
So werden im «Schwangeren Sarg» der Tod als (auch) schöpferisches Moment dargestellt, und die Schwere des Sujets tritt in Dialog mit der Leichtigkeit der Materialien aus denen «Das Tuch» besteht.
In meinen Werken wie auch in meinem Arbeitsprozess generell werden gattungsinterne Konventionen des Öfteren unterlaufen und somit immer wieder auch Kunst als solche thematisiert: So können Skizzen als eigenständige Werke zeitlich nach der Fertigstellung der dargestellten Skulptur entstehen, manche Bilder legen während ihrer Entstehung einen Weg vom Abstrakten zum Gegenständlichen zurück und der Umgang der Betrachter*innen mit einem Werk ist mitunter ein wesentlicher Bestandteil desselben. br>


Buch 'Biblionen'

Vera Staub, mit Texten von Eugen Drewermann und Stephan E. Hauser, orte Verlag, ISBN 978-3-85830-211-3

auch interessant:

Das Tuch
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Speckstein
KunstHaus Vera Staub, Stein
Schwangerkeit
Es deuchte einmal einem Menschen wie im Traume - es war ein Wachtraum -, er würde schwanger vom Nichts. - Dieses Zitat von Meister Eckhart, dem Mystiker, gehört zu den Figuren Vera Staubs, der unermüdlichen Schafferin stiller Zeichen und grosser Gesten. Schwanger vom Nichts. Die zwei Seiten der möglichen Wahrnehmung: Einerseits die Fülle. Andererseits die Leere, das Nichts. In diesem Nichts wächst die Fülle, die Vera Staub „Schwangerkeit“ nennt. In Gold, Silber, Sonne und Mond, in Farben der Erde enthüllt Vera Staub was die Schwangere in sich birgt. In Betrachten dieser Figuren dürfen wir ganz leer werden. Und was bei Meister Eckhart vor 700 Jahren im Traume den Menschen deuchte, erwacht bei Vera Staub zur substanziellen Form: Die Fülle ist auch die Leere. Pius Strassmann,2006
KunstHaus Vera Staub, Kunstharz
Plankton
Das Wort Plankton kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet das Umherirrende, das Schwebende. Plankton ist die Bezeichnung für Organismen, die im Wasser leben Ihre Schwimmrichtung von Wasserströmen vorgegeben werden. Dieses Verhalten ähnelt meiner Arbeitsweise. Ich lasse mich von der Intuition leiten. Dahinter steht immer ein Konzept: Im Kontrast zu den schroffen, felsigen Berghängen, die Göschenen umgeben, soll eine runde Form aus Schnee auf dem Dorfplatz entstehen. Ich skizziere eine amorphe Form. Dann beginnt die Arbeit im Schnee. Bestellt ist ein Kubus aus Schnee mit einem Grundriss 3,5mx3,5m. Geliefert wird jedoch ein Schneehaufen von 6mx4m. Erst frage ich mich, ob ich den Schnee zur gewünschten Grösse wegfräsen soll? Es stehen mir 4 Arbeitstage zur Verfügung. Trotzdem nehme ich die Herausforderung an, aus dieser gewaltigen Schneemasse eine Skulptur, ein Plankton zu formen. Ich beginne in einer Ecke, taste mich Stück für Stück weiter vor, Seite um Seite. Ich schwelge 'im Formgeben', setze beim Abtragen meinen ganzen Körper ein, kämpfe mit der Form und lasse mich verführen. Am Morgen des 4. und letzten Tages ist mir noch nicht klar, wie sich der Übergang der letzten Seite mit Anfangsseite verbinden soll. Doch Anfang und Ende finden sich zusammen und lösen sich auf. Das Plankton bildet das erste Glied der Nahrungskette. 50% des Sauerstoffes unseres Planeten wird vom pflanzlichen Plankton gebildet. Mein Plankton in Göschenen nährt, lebt. So sehr, dass es auch vergehen muss. !!!!!
KunstHaus Vera Staub, Eis
bitte eintreten II
‚Vera Staub leistet Erinnerungsarbeit, indem sie Bruchstücke ehemaliger Grabsteine rettet, zurückhaltend bearbeitet und von neuem präsentiert. Ihre Eingriffe und die Fragmente der ursprünglichen Motive verbinden sich zu einer fortdauernden Geschichte. Wir sind gefordert, sie zu entdecken oder zu erfinden. Es sind im Wortsinn Bruchstücke einer Existenz, manifestiert in einem Grabmal, von dem nur noch Teile des ursprünglichen Ganzen überdauert haben. Die Künstlerin hebt sie auf den Sockel, begegnet ihnen mit Achtung und Zuwendung. …‘ Urs Sibler)
KunstHaus Vera Staub, Stein, Installation
collected tears
Enstanden im internationalen Symposium Inter-Art Aiud,Rumänien
KunstHaus Vera Staub
Schwangerer Sarg
Die Künstlerin Vera Staub hat in einer dreiteiligen Arbeit den Prozess des Sterbens, des Abschiednehmens und die damit verbundenen Gefühle thematisiert: Ein gehauener Ostermundiger Sandstein symbolisiert mit seinem ‚schwangern’ Bauch Geburt und gleichzeitig letzte Ruhestätte nach dem Tod. Basierend auf diesem Bauch-Sarg-Stein schuf Vera Staub eine transparente Installation, die nur noch die Konturen des Sarges vermuten lässt: ein zunächst weich fallendes, später gehärtetes, erstarrtes ‚Grabtuch‘. Mit diesem Grabtuch fährt die Künstlerin in einem Zirkuswagen über Land. Auf öffentlichen Plätzen ermuntert sie die Menschen, den Wagen zu betreten. – erwartungsvolle Neugier, unbeschwerte Fröhlichkeit, plötzliches Unbehagen. Vera Staub hat ihre Reise durch Schweizer Städte fotografisch dokumentiert. Begleitet werden ihre Bilder von Texten der Autorin Brigitte Schmid-Gugler. Der gehauene Stein wurde im Garten des Klosters Fahr gesetzt; die (damals) dort lebende Silja Walter ist dazu in einen Briefwechsel mit Brigitte Schmid-Gugler getreten.
KunstHaus Vera Staub, Stein
'Blühe, wohin du gesät wirst'
Die Arbeit der Künstlerin Vera Staub ist Gestaltung von Übergängen. Sie zeigt Widersprüche auf, ohne diese erstarren zu lassen. Das Urserental ist geprägt von rauem Klima mit starken Winden. Diesen mitunter unangenehmen Kräften fügt Vera Staub das Element Wasser hinzu. Auf zwei Teichen schwimmen Objekte aus Abfallaluminium. Diese ‘Seerosen’ erzeugen im Wechselspiel mit Sonne, Wolken, und Wind immer wieder neue, sich wiegende, lebendige Bilder. Installation auf Art Trail, Andermatt, Juni-Okt. 2021
KunstHaus Vera Staub, Installation, Metall
dazwischen
'daZWISCHen' schwebt als Säule über dem Kirchenplatz Maihof, Luzern, wo sich Menschen begegnen. Es ist ein Spiel von roten, gestrickten Schläuchen, die sich, Wind und Wetter ausgesetzt, verändern. Sie wiegen sich im Win, bleichen an der Sonne und wachsen bei Regen gen Boden. Da - dazwischen - zischt.
KunstHaus Vera Staub, Textil, Metall
Baum zur Guten Hoffnung
‘Baum zur Guten Hoffnung’ Die Installation von Vera Staub lädt zum Nachdenken über Ohnmacht und Hoffnung in schwierigen Zeiten ein. Aus einer gewissen Distanz erscheint der «Baum zur Guten Hoffnung» wie ein Hinweis auf ein Gartenfest. Die verschiedenen Farbtupfer erinnern an Ballone; Hoffnung scheint also zunächst assoziiert mit Ausgelassenheit, Freude, Jubel. Das überrascht, denn angesichts der weltpolitischen Lage mögen vielen Leuten solch überschwängliche Gefühle zunehmend fremd erscheinen. Wer jedoch den Garten betritt und den von Vera Staub geschmückten Baum näher betrachtet, erkennt, dass es sich bei den vermeintlichen farbigen Ballons in Wahrheit um neun Nachbildungen schwangerer Bäuche aus Gips und Epoxy handelt. Sie weisen unterschiedliche Formen, Grössen und Positionen auf, gemeinsam ist ihnen aber, dass sie hohl bzw. leer sind. Die Entstehung von etwas Neuem stellt hier sogleich auch die Frage nach seiner konkreten Ausgestaltung: Was genau in jedem dieser Bäuche heranwächst, bleibt offen. Die Installation schliesst an frühere Arbeiten der Künstlerin an, in welchen «Schwangerkeit» als menschliche Grunderfahrung dargestellt wird: Eine Person, die «Guter Hoffnung» ist, ist konfrontiert mit dem Potenzial, das in ihr steckt, ebenso wie mit dem Grenzen ihrer eignen Einflussmöglichkeiten - eine Schwangerschaft ist ein kreativer Prozess und zugleich auch die Erfahrung eines Kontrollverlustes. Dass die verschiedenen Schwangerschaften in einem Baum platziert wurden, lässt biblische Bezüge erahnen – der Baum des Lebens aus der Schöpfungsgeschichte drängt sich auf -, lässt aber auch allgemeine Fragen zum Zusammenhang von Leben und Vergänglichkeit, menschlichen Zeitdimensionen und Natur aufkommen. Der Aktualitätsbezug dieses Werks ist darin begründet, wie sie eine gegenwärtig weit verbreitete Gefühlslage von Verunsicherung und bisweilen Hilflosigkeit aufnimmt und als menschliche Konstanten ausweist. Das Gefühl, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, wird von seiner isolierenden Wirkung befreit und als etwas alle Menschen Verbindendes ausgewiesen. Vera Staubs Installation lädt somit dazu ein, intensive Gefühle von Ohnmacht und Verunsicherung anzunehmen und diesen nachzuspüren. Hoffnung, so wird hier deutlich, ist nicht gleichbedeutend mit einer naiven Überzeugung, dass nichts schief gehen kann, oder einer Verleugnung von offenkundigen Realitäten – sie ist kompatibel mit Angst und Verunsicherung. Symbolisiert im «Baum der Guten Hoffnung» ist die Einsicht, dass es manchmal gerade das Akzeptieren solcher Gefühle sein kann, das uns voranbringt. Oder, wie Martin Luther angeblich sagte: «Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen».
KunstHaus Vera Staub, Installation, Gips
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