Keivan Beiranvand

Seine frühen Werke beziehen sich auf die jahrtausendealten Bronzearbeiten aus Lorestan und übertragen dieses antike Erbe in eine zeitgenössische Formsprache, die international Aufmerksamkeit erregt hat.

Einen entscheidenden Wendepunkt in seinem Schaffen markieren die Colbert-Skulpturen. In ihnen setzt sich Beiranvand intensiv mit gesellschaftlichen Realitäten auseinander und reflektiert existenzielle Fragen des Menschseins. Themen wie das Eingeschlossensein in Zeit und Raum sowie Hoffnungslosigkeit und seelischer Schmerz stehen im Mittelpunkt. Gebeugte Körper und kreuzartige Formen vermitteln eindrucksvoll Leid, Last und menschliche Verletzlichkeit.

Als Schüler der renommierten Parviz-Tanavoli-Schule steht Beiranvand in einer bedeutenden künstlerischen Tradition. Seine souveräne Arbeit mit hartem Metall offenbart eine nachdenkliche Haltung und große handwerkliche Präzision, durch die seinen Skulpturen eine besondere innere Spannung verliehen wird.

Über die persönliche Ebene hinaus entfaltet seine Kunst eine universelle Bedeutung. Sie wird zum Sinnbild der Lasten, die das Schicksal jedem Menschen auferlegt, und erinnert daran, dass Sinn und Würde im bewussten Annehmen und Tragen dieser Lasten liegen.

Kunstwerke (5)

Keivan Beiranvand

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