Banner: Florence Obrecht, Faire des Picasso (Roselyne), 2020, Öl auf Holz , 30 x 24 cm (Detail), Courtesy Galerie Valérie Delaunay, Copyright: ADAGP

Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Deutschland

Berliner Realistinnen: 65 Jahre Haus am Lützowplatz (HaL)

Anlässlich der Gründung des Fördererkreises Kulturzentrum Berlin e.V. vor 65 Jahren zeigt das Haus am Lützowplatz (HaL) eine groß angelegte Ausstellung mit 28 Berliner Künstlerinnen und erinnert in einer umfangreichen Publikation an seine wechselvolle Geschichte.

Mit Werken von Aline Alagem, Sonja Alhäuser, Marie Aly, Stefanie Bühler, Zuzanna Czebatul, Birgit Dieker, Johanna Dumet, Hannah Sophie Dunkelberg, Kerstin Dzewior, Marion Eichmann, Simone Haack, Victoria Heifetz, Stefanie Hillich, Cathrin Hoffmann, Hortensia Mi Kafchin, Barbara Keidel, Fee Kleiß, Franziska Klotz, Kathrin Landa, Florence Obrecht, Maria und Natalia Petschatnikov, Antonia Rodrian, Shanee Roe, Tanja Selzer, Kerstin Serz, Charlie Stein, Alex Tennigkeit und Ivana de Vivanco

Kurator:innen der Ausstellung:
Sarah Letzel, Marc Wellmann und Asja Wolf

Die Ausstellung Berliner Realistinnen. 65 Jahre Haus am Lützowplatz (HaL) wird in ihrem historischen Teil die städtebauliche Situation des Lützowplatzes im Jahr 1960 rekonstruieren. Raumfüllende Bildtapeten zeigen die großen, unbebauten Brachen des Ortes und dienen als visueller Hintergrund für Fotografien aus den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren. In Vitrinen werden Dokumente zur Geschichte des Gebäudes und zum frühen Ausstellungsprogramm präsentiert.

Der zeitgenössische Teil des Projekts nimmt seinen Ausgangspunkt bei der Ausstellung 1. Mai-Salon. Berliner Realisten 71 aus dem Jahr 1971, die eine Reihe bedeutender thematischer Gruppenausstellungen begründete. Der erste 1. Mai-Salon umfasste 28 Werke, von denen 27 von männlichen Künstlern wie Hans Jürgen Diehl, Johannes Grützke, Matthias Koeppel, Marwan, Wolfgang Petrick und anderen stammten. Viele dieser Künstler waren auch in den Folgejahren mit Einzelausstellungen oder bei weiteren Projekten des Hauses vertreten.

Der Ausstellungsteil „Berliner Realistinnen“ versteht sich als genderpolitisches Reenactment dieses ersten „1. Mai-Salons“. Im Jahr 2025 werden ebenfalls 28 Werke gezeigt. Als bewusste Geste für Gleichberechtigung – im Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag am 8. März und in Kooperation mit der Initiative „fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen“ – sind alle Beteiligten weiblich oder lassen sich weiblich lesen.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Arbeit von Barbara Keidel-Schoenholtz (1939–2021), der einzigen 1971 beteiligten Künstlerin. Ergänzt wird diese durch Werke von 27 zeitgenössischen Künstlerinnen aus Berlin, die analog zur Altersstruktur der damaligen Ausstellung eingeladen wurden. In Anlehnung an den 1971 formulierten Wirklichkeitsbegriff basiert die Auswahl der Künstlerinnen auf einem erweiterten Verständnis des Gegenständlichen, wie es sich in den klassischen Gattungen Malerei, Zeichnung und Bildhauerei ausdrückt. Die Ausstellung spiegelt die Vielfalt der Berliner Kunstszene wider und behandelt ein breites Spektrum von Themen mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen.

Es erscheint ein zweisprachiges Booklet, 58 Seiten, 20 x 20 cm,  (dt./engl.) mit Werktexten und einer Einführung der Kurator:innen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kooperationspartner:
fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen e.V.

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