Daniel Züsli

In meinen freien Arbeiten beschäftige ich mich immer wieder mit dem Begriff und der Bedeutung von Druck. Sei es gesellschaftlicher, meteorologischer, mechanischer, medizinischer oder persönlicher Druck. Alle Einwirkungen haben positive wie negative Auswirkungen auf Charakter, Aussehen und Verhalten. Durch meine Entscheidung auf Wanderschaft zu gehen, viel Vertrautes abzulegen und zu verzichten, gewann ich einen riesen Freiraum. Ich konnte, nachdem ich mich an die neue Lebenssituation gewöhnt hatte, ohne Leistungs-, Erfolgs- und später sogar ohne Entscheidungsdruck leben, wahrnehmen und beobachten. Das war für mich eine völlig neue und wichtige Erfahrung. Im Verlaufe der Zeit meldete sich bei mir immer wieder ein innerer Druck. Dieser hat mich wieder nach Hause verschlagen und motiviert mich immer weiterzugehen. Das Beobachten dieses inneren persönlichen Drucks sowie der Druck von anderen Menschen und Systemen versuche ich künstlerisch umzusetzen. Mich interessiert die Gefühlswelt zerdrückter, bedrückter ja sogar entrückter Leute. Menschen welche mit Druck zu Hochleistungen aufblühen und solche die daran zerbrechen. Oder einfach die Schönheit des Unbedrücktseins. Aber auch mechanische Eindrücke und Verformungen faszinieren mich. Für mich ist etwas Wichtiges dabei, dass Druck sich immer versucht auszugleichen und so will ich Skulpturen und Arbeiten schaffen, welche in sich harmonisch sind, aber ihre positiven wie negativen Drücke nicht verschweigen.




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Vita
1986* in Zug, aufgewachsen in Cham, lebt und arbeitet in Cham.
2008 – 2011 Ausbildung zum Holzbildhauer, Holzbildhauerschule Brienz BE (Urban Hauser, Marcel Eyer, Andreas Schaller, Philipp Dräyer)
2011 – 2015 Lehr- und Wanderjahre als Holzbildhauer (Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Slovenien, Kroatien, England, Schottland, Island, Marokko, Äthiopien)
Seit 2015 Selbständig mit eigenem Atelier
Ausstellungen
2018 KunsKubusCham (ZG),
2017 JKON (SO), Art des Hauses (SO), Klopfstein Kunst Garten (ZH), Guck mal Günther, Kunst (AG),
Paettern (ZG), Kunstpause(ZG), Haus am See(ZG),Illuminate (ZG)
2016 „Horizonte“Landart Austellung in Oberägeri (CH), Kunstpause Zug (CH),Silofestival Stadelmatt, Waldstock, Müller Rahmen Baar
2015 Snurf‘s up bei Starkart Zürich (CH), Kunspause Zug (CH)
Auftragsarbeiten
2018 „Zurückschauen und sich vorwärtsbewegen“ 100 Jahre Ruderclub Cham
2017 Stiere für die Zugerstierparade
2014 Heilige Famillie für die Dorfkrippe in Dölsach (A)
2013 Skulpturengruppe ‚Saint Margaret‘, ‚Knight of Malta‘, ‚Journeyman‘ for the Knights Sanctuary at Sawcliffe Manor (GB)
2012 Skulptur ‚Heiliger Lukas‘ Schutzpatron der Maler für die Eingangspforte des Malermuseum in Wehrbleck (D)
Symposien und Schauschnitzen
2017 Int. Holzbildhauer Symposium Brienz, Villette Fäscht Cham(CH),
2016 Holzbildhauersymposium Illshofen (D), Int. Holzbildhauer Symposium Brienz (CH), Züsli und Hubers hauen drauf, Cham am See (CH)
2015 15. Int. Holzbildhauersymposium in Zinnowitz (D)
2014 Holzbildhauersymposium zur 675-Jahrfeier Ehrenfriedersdorf (D), Int. Holzbildhauer Symposium Brienz (CH), Holzbildhauerwoche Rosswald (CH)
2013 18. Int. Holzbildhauersymposium in Eubabrunn (D)
2012 Holzbildhauerwoche Rosswald (CH)
2010 Schauschnitzen an der EXPO in Shanghai (RC), Holzbildhauerwoche Rosswald (CH)
Preise und Auszeichnungen
2017 KMU Preis an der Tierparade mit TrashTier
2013 1. Preis beim 18. Internationalen Holzbildhauersymposium in Eubabrunn (D)
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Exhibitions
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Publications
Human vs CNC
«Mit CNC (Computerized Numerical Control) können Werkzeugmaschinen per Elektronik gesteuert werden. Mit modernster Steuerungstechnik sind diese Maschinen in der Lage, Werkstücke mit höchster Präzision und komplexen Formen automatisch herzustellen. In Anlehnung an diese hochtechnologische Möglichkeit hat Daniel Züsli mehrere solcher Figuren erschaffen – aber natürlich ohne eine CNC-Maschine. Der Künstler hat aber gemäss der Vorgehensweise einer solchen Maschine gearbeitet und mit der Kettensäge und seinem Augenmass die Schnitte ausgeführt, die auch die Maschine vollziehen würde. Das Resultat ist ein Unikat, das von der durch den Menschen geschaffenen Unregelmässigkeit lebt. Trotz oder gerade wegen dieser Imperfektion strahlt die Figur eine grosse Eleganz und Charakter aus.» Christina Snopko
Daniel Züsli, Wood, Performance
Schöpferische Zerstörung
Ich arbeite beim Modellieren häufig mit dem Zerdrücken der zuvor modellierten Form. Jedes Mal wenn bei mir ein kreativer Prozess ins Stocken gerät, verstärkt sich dieser Wunsch des Zerdrückens. Aus dieser Situation heraus entstand eine neue Technik. Der Unikat Original Kunstdruck mit der verlorenen Form. Mit meinen Schöpferischen Zerstörungsarbeiten schaffe ich bevor eine neue Idee die alte zerstört ein Gedächtnis. So sind die Abdrücke Erinnerungen an eine Skulptur welche die Zerstörung hinterliess oder erhalten hat. Man erkennt Fingerabdrücke, Modellierspuren, Farbe die zerfliesst. Ein toller Mix zwischen Hoch- und Tiefdruck mit der verlorenen Form.
Daniel Züsli, Mixed Media, Performance
Zurückschauen und sich vorwärtsbewegen
Jubiläumskulptur 100 Jahre Ruderclub Cham
Daniel Züsli, Wood
Köpfe voller Eindrücke
Das sind Sitzgelegenheiten aus Holz. Holzköpfe welche Eindrücke aller Art gesammelt haben. Ein Möbelstück wird zur Skulptur oder umgekehrt. Es sind Gesichter, die von ihren Eindrücken geformt sind. Oder sind es Köpfe, die von den Daraufsitzenden zerdrückt werden? So entstanden in der Anfangszeit nach meiner dreieinhalbjährigen Reise die Archetypen: «erster Eindruck», «Beeindruckt», «leicht Bedrückt», «Unbeeindruckt», «Überdruck» und «Unterdruck».. Ebenso entstand an einem Festival der Entwurf einer Bank: Ein Kopf mit ausgestreckter Zunge als Sitzfläche, der sogenannte «Arschlecker». Schlicht, elegant und unaufdringlich sind meine Hocker auf keinen Fall. Sie schreien nach Aufmerksamkeit, sind nicht nur glatt: Man sieht die Arbeitsspuren des ‚urchigen‘ Handwerks, man kann das Holz fast noch riechen. Jedes Stück ist ein Unikat, handwerklich gefertigt, eventuell zusätzlich nach Kundenwunsch angepasst, sind es sehr individuelle Skulpturen.
Daniel Züsli, Wood
Begegnungen auf Augenhöhe
hinterlassen Eindrücke und bewegen Anders als beim Kugelpendel von Edme Mariotte, wo der Energieerhaltungssatz sichtbar wird, entsteht bei dieser Installation eine Gruppendynamik. Ein oder mehrere Köpfe werden nach hinten gezogen und mit einem mehr oder weniger starken Schub (Argument) in die hängende Gruppe zurückgependelt. Hier spickt nicht wie beim Pendel mit den Metallkugeln dieselbe Energie hinten weg, sondern es entsteht ein willkürliches Durcheinander (Diskussion), welches sich aber kurz darauf synchronisiert (Konsens). Die Gruppe scheint auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und pendelt dann in klar erkennbaren Mustern.
Daniel Züsli, Mixed Media, Installation
Sitzgelegenheit fürs Wasser
Im Sommer 2016 entstand bei einem selbstinitiierten lokalen Mini-Symposium "Huber und Züsli hauen drauf" diese Sitzgelegenheit fürs Wasser Im Sommer schwimmt sie in Cham am See. So wurde sie Dreh und Angelpunkt bei der Untiefe. Eine Skulptur welche Menschen miteinander ins Gespräch kommen lässt und eine Begegnungszone im Wasser schafft.
Daniel Züsli, Wood, Installation
Ökologischer Fussabdruck
Linde
Daniel Züsli, Wood
Gras drüber wachsen lassen
Im Rahmen der Landart-Ausstellung ‚Horizonte‘ in Oberägeri entstand 2016 diese sich verändernde und vergängliche Skulptur.
Daniel Züsli, Wood, Mixed Media


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