Guido Kratz

Die Wand 3

Plastische Wandgestalung aus Keramik

FACTSHEET:

Abmessungen : 20 cm x 180 cm x 260 cm (Height, Width, Depth)
Gewicht : 100 kg
Jahr : 2017
Material : Keramik
Bearbeitung : Relief
Stil : modern, architektonisch, abstrakt, zeitgenössisch

Guido Kratz

Die Wand. Von der Fläche in den Raum. Die „Wand“ von Guido Kratz ist deutlich mehr als eine Wandgestaltung oder ein Relief. Aus der Fläche in den Raum wachsen voluminöse Formen, die der Plastik mitunter näher stehen als dem Relief. Die verschiedenen Einzelformen rufen starke Assoziationen wach – an glatt gespannte Haut über üppigen Körpern, zähflüssiges Fließen von Harz oder weiche Polster. Derartige natürlich geschwungene, wie gewachsen erscheinende organische Formen sind seit jeher eine besondere Qualität nicht der Wand- sondern der Gefäßkeramik. Guido Kratz haben hier schon immer insbesondere jene Formen gereizt, die sich kraftvoll von innen her auszudehnen scheinen, ein Volumen umspannen und eine innere Fülle abbilden. In sich ruhend und dennoch prall und lebendig. Zuletzt äußerte sich dieses Interesse in einer Reihe von Arbeiten, die ihrem Entstehungsprozess nach zwar als Gefäßkeramik bezeichnet werden können, denen aber bewusst jegliche Funktionalität genommen wurde indem sie als vollkommen geschlossene Körper geformt wurden. Diese vom Künstler bewusst weiterhin als „Gefäße“ bezeichneten Objekte distanzieren sich vom „Gebrauchs-Gefäß“ mitunter auch noch dadurch, dass sie als abstraktes Objekt an der Wand präsentiert werden. Die „Wand“ kann als Weiterentwicklung dieser Formen verstanden werden. Auch hier geht der Künstler von der Frage nach Raum, Plastizität und Volumen aus. Während die vorangegangenen „Gefäße“ technisch weitgehend traditionell produziert wurden, hat Kratz für die „Wand“ neue Methoden erforscht bzw. erfunden. Am Anfang der Suche nach der neuen Form stand die Untersuchung, wie Wand und Decke als die „Haut“ unserer architektonischen Räume plastisch und raumhaltig werden können. Zum einen kamen die Wabenfassaden aus den berühmten „Hortenkacheln“ in Erinnerung. Sie verleihen der Oberfläche ein plastisches Relief und erzeugen ein abwechslungsreiches Licht-und-Schatten-Spiel. Neben der rechteckigen Grundform der Einzelelemente sind diese Gestaltungen in der Regel eher geometrisch-grafisch geprägt. Eine dem Schwung der Gefäßkeramik verwandte Linienführung zeigen hingegen historische und moderne Gewölbe und Kuppeln. Nicht unähnlich zu den Wölbungen von Kratz Wandgestaltung dehnt sich hier die Fläche in den Raum. Und wie die Wandung eines Krugs lassen sich diese Formen nicht frei und willkürlich setzen. Sie sind gebunden an die Eigenschaften und Möglichkeiten des Materials, der Schwerkraft, gehorchen Druck- und Schubkräften. Um derartige Formen „an die Wand“ zu bringen, entwickelte Kratz ein spezielles Verfahren. Für eine modulare Wandgestaltung aus unterschiedlichen Einzelformen bietet sich zunächst ein geometrisches Grundgerüst an: Über die quadratische Öffnung in einer Holzplatte wird ein Latextuch gespannt und mit Gips befüllt. Das Gewicht des Gipses dehnt das Latex und lässt so eine Form entstehen. Durch das Kippen der Holzplatte oder das Spannen von Schnüren unter dem Latextuch entstand eine Vielzahl verschiedener und doch verwandter Formen. Das Latex dehnt sich dabei nicht gleichmäßig, so dass die endgültige Form zu Beginn nur bedingt vorauszuahnen ist. Es entstanden Formen die sich innerhalb der Parameter der natürlichen Kräfte und Materialeigenschaften frei entwickelten. Aufgrund der quadratischen bzw. rechteckigen Grundform lassen sich die einzelnen Elemente beliebig zu einem Wandrelief kombinieren. Dabei entsteht ein spannender Kontrast zwischen dem übergeordneten Raster und den organischen Einzelformen, die zum Teil die Grenzen des Raster überschreiten, ein Eigenleben führen und – je nach Montage – sich entgegen der Schwerkraft zu bewegen scheinen. Anders als bei den solitären „Gefäßen“ verzichtet der Künstler bei den Einzelelementen der „Wand“ auf die für ihn typischen kräftigen Farben und Oberflächenstrukturen. Eine einheitliche matt oder glänzend weiße oder kobaltblaue Oberfläche fasst die einzelnen, teils widerstrebenden Teile zu einem Organismus zusammen, der Auge und Tastsinn immer wieder aufs neue anzieht. Die „Wand“ ist Relief und plastisches Objekt, Fläche und Raum, geometrische Ordnung und organische Körperlichkeit, Ruhe und Bewegung und – nicht zuletzt – Zeugnis von Materialverständnis, Formgefühl und handwerklichem Können auf höchstem Niveau. Text von Esther Orant, Hannover

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La vida de los seres humanos está jalonada de sucesos que van dejando cicatrices en las personas. Unas veces se curan rápidamente y otras supuran durante mucho tiempo hasta que llega un tiempo en que desaparecen. La serie Barricas se produce en un contexto muy determinado en el segundo semestre de 2012. Hay dos elementos que coinciden en el tiempo y que van a se decisivos en que esos trabajos salgan adelante. Por un lado me habían ofrecido un par de barricas unos meses atrás, de esas que quitan las bodegas cada cierto tiempo, pues dicen que ya no aportan cualidades al vino. Con una hice dos maceteros, y me dio pena deshacer la segunda sin tener pensado nada., por lo que se quedó a la espera en un rincón. Y por otro se produjo un largo ingreso hospitalario de mi padre que nos obligó a los familiares más cercanos a permanecer muchas horas a pié de cama. Todos tuvimos que organizarnos para prestarle los cuidados que precisaba. En mi caso pude compaginar el trabajo, los cuidados y casi todos los días disponía de unas dos o tres horas, para mí necesarias, en las que trabajaba en el taller. Pues nada, coincidieron esas dos situaciones y un día deshice el tonel y me planteé hacer un cuadro. La verdad es que no tenía yo la cabeza para trabajar la creatividad y la imaginación. Hice algo simple y me gustó la sensación, sobre todo por que me relajaba y me generaba una serenidad interior que no disponía. Como enseguida gasté las duelas, localicé una bodega cercana y fui comprando barricas en la medida que se agotaban. Estos trabajos corresponden a una época convulsa de la vida, y las distintas formas y colores responden al estado de ánimo de cada momento. Son de líneas simples como corresponde al material con el que se trabaja y con los dibujos coloreados para que puedan diferenciarse. Al final está todo encerado. No tenían otro objetivo que el que fuesen agradables a la vista.
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Gevorg Tadevosyan, Metall, Bronze
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Richard Paton, Metall, Stahl
Gravitation of a woman
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Gevorg Tadevosyan, Metall, Bronze
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Mickey
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Brain Melt (the wave function collapse)
According to quantum physics a particle exists as a wave throughout the universe but when it is observed and enters our consciousness it becomes a measurable particle, with the aid of scientific instruments, this is known as ‘wave function collapse’. A wave is converted by our mind from a probability to something with structure and locality. Therefore consciousness plays a fundamental part in the structure of the universe, it implies that the universe can only exist, or come into being, if it is observed. This kinetic sculpture is less an illustration but more a meditation on the fact. To see it working goto: http://richardpaton.com/wave-function-collapse/
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Edition von 15Stk FG ist die Abkürzung der Blume „Froschgoscherl“ (Löwenmaul). Die ersten Skulpturen wurden von ihren erotischen Farben und Formen inspiriert. Sperrholz-, Kunststoff- oder Metallstreifen werden unter Spannung miteinander verbunden (geleimt oder geschraubt), wodurch sie wodurch sie sich zu Kurven verformen. Löst man einen von dem anderen, verändert sich die Gesamtform. Die Objekte verformen sich durch ihr Eigengewicht und je nach dem wie herum man sie hängt. Die Objekte haben kein Oben und kein Unten und können beliebig herum gehängt werden, wodurch der Eindruck entsteht, als hinge immer wieder ein neues Objekt (Gesamtform) an der Wand, obwohl die Struktur immer die gleiche ist. Licht und Schatten spielen ebenfalls eine Hauptrolle, da enge Zwischenräume dunkle und weite Zwischenräume helle Flächen entstehen lassen. Farben unterstreichen die Formen und verstärken ihren Ausdruck. ________________________________ Edition of 15 pieces. The sculpture is dismountable and can be hanged in different directions. (It is hanged at the wall with a nail of specific length attached in the package) The sculpture is inspired by a flower called snapdragon. It is inspired by the flower´s erotic shape and colors. The visible structure of the wood gives an sensitive impression. The thin and sharp blue line gives structure and orientation. The objects are deformed by their own weight and depending on the direction they are hanged.
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Als je je ademen met ontvouwen voluit kon horen en dat dat genoeg voor je was Poem: P. Veenstra Porcelain wall-sculpture
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