KölnSkulptur 9

Der Traum von einer neu beginnenden Kultur
 

KölnSkulptur ist eine alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung, ein Freilichtmuseum für zeitgenössische Bildhauerei, die 1997 auf Grund der Initiative der Sammler Michael und Eleonore Stoffel gegründet wurde. Die Stiftung Skulpturenpark Köln hat die ursprüngliche Idee der Familie Stoffel, die Zukunft des Parks zu sichern und ihn als einen Ort künstlerischen Gesprächs und Reflektion aufrecht zu erhalten, aufgegriffen.

Alle zwei Jahre benennt die Stiftung einen unabhängigen Kurator. Deren unterschiedliches Verständnis von zeitgenössischen Freilichtskulpturen verändert stetig das Erscheinungsbild des Parks. Neue Skulpturen nationaler und internationaler Künstler können neben lang etablierten Werken betrachtet werden.

Unter dem Titel La Fin de Babylone. Mich wundert, dass ich so fröhlich bin! wird die diesjährige Ausgabe, die des 20. Jubiläums des Parks gedenkt, von Chus Martínez kuratiert. Wie Martínez ausdrückte, bezieht sich der Titel La Fin de Babylone auf den Traum eines kulturellen und daher auch gesellschaftlichen Neuanfangs. – „Erinnerst du dich an ‚Die Märchen aus 1001 Nacht‘? Als Antoine Galland sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts übersetzte, veränderten sie die Vorstellungskraft der Zeit.“ Und der zweite Teil des Titels: Mich wundert, dass ich so fröhlich bin! „ist voller Humor und bezieht sich nicht auf uns, sondern auf die Anstrengungen, die Kunst jedes Mal, wenn Sie stattfindet, unternimmt.“

Andrea Büttner, Schale, 2017
©Stiftung Skulpturenpark Köln, VG Bild-Kunst, Bonn
photo Veit Landwehr, bildpark.net

Die Kuratorin erläutert: „Es wäre unzutreffend zu sagen, dass die ausgestellten Werke dieser Ausgabe wie die Märchen sind, aber der Park ist der ideale Ort, um von den Kräften der Fiktion heimgesucht zu werden. (…) Der Skulpturenpark Köln ist eine beständige Stimme, die an die Möglichkeiten des Überlebens erinnert und er tut dies durch Kunst. (…) Die Kunstwerke sind nicht magisch, obwohl sie alle die Idee in sich tragen, dass es das Gefühl ist, das eine neue Vorstellungskraft der Welt in der wir leben, birgt. Sie alle wollen das nicht-menschliche beleben – Natur, Metall, Holz, Erde – und Zeuge eines gemeinsamen Reiches von uns Menschen und Tieren, Pflanzen und allem geologischem Leben sein. Aber das Unterfangen die Bereiche des Menschlichen und Nicht-Menschlichen zu verbinden, ist kein metaphorisches. Es orientiert sich an einer Reflexion des Unmenschlichen, des Grausamen und aller Mittel, die wir haben, um es zu vermeiden.“

 

KÖLNSKULPTUR 9 

Solange Pessoa, Untitled, 2017
©Stiftung Skulpturenpark
Köln - photo Veit Landwehr, bildpark.net

Die für die diesjährige Ausgabe eingeladenen Künstler sind Andrea Büttner, Claudia Comte, Jan Kiefer, Eduardo Navarro, Solange Pessoa, Lin May Saeed, Teresa Solar und Pedro Wirz.

Der Park umfasst ca. 35000 qm, ist frei zugänglich und ganzjährig geöffnet. Jeden ersten Sonntag im Monat bietet die Stiftung um 15:00 Uhr eine öffentliche Führung an.

La Fin de Babylone - Mich wundert, dass ich so fröhlich bin!
Bis 06.2019 

Skulpturenpark Köln
Köln, Deutschland

www.skulpturenparkkoeln.de



 
Giuseppe Penone: A Tree in the Wood (Ein Baum im Wald)
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