Christian Peintner: Niemandsland

Einer der ungewöhnlichsten Beiträge zu unserer Kampagne #perspectivematters stammt von Christian Peintner. Lesen Sie hier, warum!

Dieses Kunstwerk ist Teil unserer Kampagne „Perspective matters“. Mit Blick auf start‘19 haben wir Künstler und Künstlerinnen gefragt, was sie in dem Apostroph aus unserem Event-Logo sehen – oder ob es überhaupt ein Apostroph ist. In den Reaktionen auf diese Ausschreibung zeigte sich eine Vielzahl von Perspektiven, die wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten wollen. Mehr Infos zur Kampagne gibt es HIER

Christian Peintners Einsendung zu unserer Kampagne #perspectivematters war etwas anderer Art: Keine plastische, greifbare Skulptur verkörpert seine Perspektive, sondern ein Projekt, eine Idee. „Die neue Skulptur tendiert zu vielem, nur nicht zurück zu der aus Stein gehauenen Form“, sagt Peintner, „vielleicht weil eine Rückentwicklung dem Drang nach Entwicklung keinen Sinn gibt.“  Den virtuellen Staat Niemandsland, einen fiktiven Ort mitten im Bodensee, schlug Peintner als europäisches Friedensprojekt bereits 2006 vor. Ein Ort mitten in Europa, der niemandem gehört – und gleichzeitig uns allen.

Der Apostroph ist für Peintner „das Symbol für etwas nicht Sichtbares, Fehlendes. Für mich ist er das ausgesparte ‚Etwas‘. Er ist der Lichtstrahl, der durch eine Ansammlung von Personen, von einem bestimmten Punkt gesehen, die Form eines Symboles erzeugt. Er ist das stumme ‚H‘ in der Sprache und der Raum zwischen Grenzen. Mit start’19 kann mein ‚Apostroph‘ sichtbar gemacht werden. Die Geschichte von Niemandsland erzählt von etwas, was noch nicht für alle sichtbar ist. Ein ganzes Land wird aus der Nichtexistenz und Bedeutungslosigkeit in die Dreidimensionalität gehoben.“ 

Mit Niemandsland möchte Peintner dazu beitragen, zur Debatte anzuregen und auch die eigene Perspektive auf etablierte Begriffe wie „Staat“ und „Gesellschaft“ kritisch zu überdenken.

Zum Projekt existiert auch ein Buch.  

Sind Sie inspiriert von dieser Perspektive? Dann scheuen Sie sich nicht, ihre eigene zu zeigen! Als Basis können Sie unseren Bastelbogen nutzen – HIER geht es zum Download. Im Rahmen unserer Kampagne möchten wir alle dazu auffordern, sich mit ihrer eigenen Perspektive auseinanderzusetzen. Beim Basteln so einer kleinen Skulptur hat man ja die beste Gelegenheit, beides mal zu drehen und wenden: die Papier-Skulptur und die eigene Perspektive … wir sind gespannt, was dabei herauskommt! Zeigen Sie uns Ihre Ergebnisse mit dem Hashtag #checkyourperspective

 

 



 
 
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