Modernes Florenz – Ein Rundgang durch die zeitgenössische 3D-Kunst (Teil 2)

Florenz fasziniert mit Schönheit, Meisterlichkeit und gutem Geschmack. Die Touren sind bekannt und die wichtigsten Stationen der Kunstgeschichte beliebt. Hier ist der zweite Teil einer etwas unüblicheren Tour durch ein zeitgenössisches, modernes und dreidimensionales Florenz.

Willkommen zurück zu unserer Tour durch die zeitgenössische 3D-Kunst von Florenz, die Sie an die schönsten Orte dieser vielfältigen Stadt bringt. 
Ein Rückblick: Den ersten Teil der Tour starteten wir am Piazzale Michelangelo und gingen zu dem nahe gelegenen Rosengarten. Danach waren wir im „Le Murate Caffé“, im Giardino della Gherardesca des Four Seasons Hotels, im Museo Novecento und in der Street Levels Gallery. Falls Sie den ersten Teil verpasst haben, können Sie ihn hier lesen

Florenz-Rundgang Teil 1

 

Ausblick vom Piazzale Michelangelo bei Sonnenuntergang
Ausblick vom Piazzale Michelangelo bei Sonnenuntergang

 

Nachdem wir wieder voller Energie sind, starten wir den zweiten Teil der Tour im Museo Marino Marini. 

Von der Street Levels Gallery zum Museo Marino Marini (ca. 3 min):

Das Museum Marino Marini ist nicht nur nach dem Künstler benannt, sondern stellt auch dauerhaft 183 Arbeiten von Marino Marini (1901-1980) aus. Wer war Marino Marini? Einer der bekanntesten italienischen Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Marini studierte an der Akadamie der Bildenden Künste in Florenz, wo er bei Galileo Chini und Domenico Trentacoste lernte. Das Museum enthält Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Kupferstiche des Künstlers.

Das Museum des Bildhauers Marino Marini
© Museo Marino Marini

 

Das Museum des Bildhauers Marino Marini
© Museo Marino Marini

 

Vom Museo Marino Marini zur Eduardo Secci Galerie (ca. 2 min):

Nur einige Meter weiter finden wir eine Galerie, die seit 2013 Ausstellungen mit zeitgenössischen Werken unterschiedlicher Genres zeigt. Die Galerie legt ihren Fokus auf zeitgenössische Minimal- und KonzeptkünstlerInnen aus aller Welt. Hier werden unter anderem die Werke von Alice Brown, Daniel Canogar, Maurizio Dozelli, Richard Dupont, Andrea Galvani, Paolo Grassino gezeigt.
 

Baptiste-Debonbourg, (R)EVOLVE, 2017, Tensioni Strutturali#3, © Giovanni Romboni
Baptiste-Debonbourg, (R)EVOLVE, 2017, Tensioni Strutturali#3, © Giovanni Romboni

 

Von der Eduardo Secci Galerie zur Aria Art Galerie (ca. 4 min):

Jetzt befinden wir uns nur wenige Schritte entfernt von der berühmten Ponte Vecchio, auf einem alten Innenhof mit botanischem Garten aus dem Jahr 1534: in der Aria Art Galerie. An diesem wunderschönen Standort finden wir einen Ausstellungsraum, der Stücke des 20. Jahrhunderts, wie die von Carole A. Feuerman, Szymon Oltarzewski u.a. in temporären Ausstellungen präsentiert.

Blick auf die Uffizien von der anderen Seite des Arno
Blick auf die Uffizien 

Von der Aria Art Galerie zu den Uffizien (ca. 4 min):

Die Tour geht weiter in ein Museum, das populärer nicht sein könnte: die Uffizien. 

Hier wird vom 26.02.2019 bis 26.05.2019 die Ausstellung von Antony Gormley Essere gezeigt . Der Mittelpunkt der Ausstellung wird der Dialog zwischen zwei Skulpturen mit den Titeln Passage (2016) und Room (1980) sein. Jedoch wird es auch neue Arbeiten zu sehen geben, wie beispielsweise Veer II (2018), eine figurative Auseinandersetzung mit dem Nervensystem, und Breathe (2018), eine skulpturale Darstellung, die sich mit den Prinzipien des Urknalls auseinandersetzt.

Von den Uffizien zum Palazzo Pitti und dem Boboli Garten (ca. 15 min):

Von hier aus überqueren wir die atemberaubende Ponte Vecchio und gelangen zum Palazzo Pitti und dem sich dahinter befindenden Boboli Garten. 

Im Palazzo Pitti finden wir die Galerie für Moderne Kunst mit Malereien und Skulpturen vom Neoklassizismus bis zum Jahr 1930. Die Exponate werden stetig mehr. 

Nachdem wir uns diese Ausstellung im schönen Palast angeschaut haben, können wir uns in den Garten des Palastes begeben, den Boboli Garten. Hier finden wir unter anderem das Werk Tindaro Screpolato von dem Bildhauer Igor Mitoraj aus dem Jahr 1997. Das Gesicht soll sowohl an den Lauf der Zeit und unsere Zerbrechlichkeit erinnern als auch als Symbol der Schönheit und der damit verbundenen moralischen Werte dienen.

Außerdem wird man sich hier vom 07.05.2019 bis 13.10.2019 Werke des Künstlers Tony Cragg anschauen können, der sich mit den Potenzialen der bildendenden Kunst beschäftigt und mit dieser experimentiert. Dabei setzt er sich mit dem Dialog zwischen zeitgenössischer Skulptur und Natur auseinander, weshalb der Boboli Garten ein entscheidender Schritt seiner kreativen Schöpfung sein wird.

Blick auf die Ponte Vecchio von den Uffizien aus
Blick auf die Ponte Vecchio

Vom Palazzo Pitti und dem Boboli Garten am Terzo Giardino entlang bis zum Piazzale Michelangelo (ca. 25 min):

Um den Rundgang abzuschließen und den Kreis zu vollenden, können wir jetzt vom Palazzo Pitti am Wasser des Arno zurück zum Piazzale Michelangelo spazieren. Diesen Spaziergang machen wir aber zu einem ganz besonderen, denn er führt uns an dem Terzo Giardino entlang. Der „dritte Garten“ ist nicht nur ein Naturdesign, entworfen auf der 10.000 Quadratmeter großen Wildfläche am Arno vom Studio ++ unter der künstlerischen Leitung von Valentina Gensini, sondern auch eine Repräsentationsfläche von Holzskulpturen. 
Während des Spaziergangs können wir die Stadt genießen und entdecken, wie sich die Natur in der urbanen Umgebung verhält, bis wir dann wieder am Piazzale Michelangelo ankommen. 
 
Der Kreis ist geschlossen. Wir können wieder den David bewundern, in das Florenz der Renaissance zurückkehren, das altbekannte italienische Flair beim Sonnenuntergang genießen und den Abend mit der Aussicht auf die Stadt und einem „Vino“ einleiten.

Ein Ausflug in die zeitgenössische 3D-Kunst in Florenz – ein weniger beachtetes und schwieriger zu findendes Genre der florentinischen Kunstszene. Trotzdem ein nicht weniger wichtiges und schon gar nicht weniger sehenswertes.

Egal was Sie sich während Ihrer ersten oder nächsten Reise nach Florenz – in eine der faszinierendsten Städte der Welt – ansehen, wir wünschen viel Inspiration, italienische Sonne und genießen Sie „La Dolce Vita“ in einer Stadt der epochenübergreifenden künstlerischen Vielfalt und außergewöhnlichen Schönheit. 
 

Ausblick vom Piazzale Michelangelo im Dunkeln
Ausblick vom Piazzale Michelangelo im Dunkeln

 

 

Autorin: Natalia Nedza

Nachdem ich für ein halbes Jahr in Florenz studieren durfte, freut es mich jetzt, Ihnen eine ganz besondere Seite dieser wunderschönen Stadt zu zeigen. 



 
 
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